Ebola: Sierra Leone verhängt dreitägige Ausgangssperre

Bislang sind 2.100 Menschen in Westafrika durch die Ebola-Epidemie gestorben.
Bislang sind 2.100 Menschen in Westafrika durch die Ebola-Epidemie gestorben.
© REUTERS, REUTERS TV

07. September 2014 - 7:58 Uhr

2.100 Tote durch Seuche

Sierra Leone will die Verbreitung der tödlichen Ebola-Seuche mit einer viertägigen landesweiten Ausgangssperre eindämmen. Die Bürger des

westafrikanischen Landes dürften ihre Häuser vom 18. bis zum 21. September nicht verlassen, erklärte Präsidentenberater Ibrahim Ben Kargbo.

Der radikale Schritt solle es Ärzten ermöglichen, Infizierte in einem frühen Stadium der Krankheit zu identifizieren. "Diese aggressive Herangehensweise ist nötig, um die Ausbreitung von Ebola endgültig in den Griff zu bekommen." Um die Ausgangssperre durchzusetzen, sollen 21.000 Menschen angestellt werden. Schon jetzt sind tausende von Polizisten und

Soldaten im Einsatz, um die Quarantäne von besonders hart getroffenen Siedlungen zu überwachen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind seit dem Ebola-Ausbruch bereits 2.100 Menschen an dem Virus gestorben.