Ebola in Westafrika: Sierra Leone schließt Grenzen zu Liberia und Guinea

Ärzte ohne Grenzen helfen in Liberia einer Patientin.
Ärzte ohne Grenzen helfen in Liberia einer Patientin.
© dpa, Ahmed Jallanzo

24. September 2014 - 15:05 Uhr

Zahl der Ebola-Erkrankten auf 5864 gestiegen

Sierra Leone hat wegen der Ebola-Epidemie seine Grenzen zu Liberia und Guinea geschlossen. Ein Sprecher der Armee Sierra Leones sagte, Soldaten seien an alle Übergänge geschickt worden.

Die Grenze sei abgeriegelt worden, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Bislang sind in den drei westafrikanischen Ländern mehr als 2800 Menschen an Ebola gestorben. Die Seuche war in Guinea ausgebrochen. Die Zahl der Ebola-Erkrankten ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mittlerweile auf 5864 gestiegen. Nach Schätzung der US-Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) könnten sich bis Ende Januar zwischen 550.000 und 1,4 Millionen Menschen in Westafrika mit Ebola infiziert haben. Der am Dienstag veröffentlichten CDC-Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die Zahl der gemeldeten Infektionen weit unter den tatsächlichen Ansteckungen liegt. Möglicherweise seien bereits jetzt mehr als 15.000 Menschen mit dem Ebola-Virus infiziert, erklärten die CDC.