Ebola-Epidemie: Zahl der Opfer in Westafrika steigt - Doch kein Fall in Ghana

09. Juli 2014 - 20:25 Uhr

Die Ebola-Epidemie in Westafrika hat offenbar doch nicht Ghana erreicht. Vier Bluttests eines US-Bürgers mit Symptomen der Erkrankung seien allesamt negativ ausgefallen, teilte das Noguchi Memorial Institute for Medical Research (NMIMR) in der Hauptstadt Accra mit. Der Mann war zuvor unter Quarantäne gestellt und in einer Privatklinik behandelt worden, wo er jedoch Medienberichten zufolge kurz darauf verstarb. Der Amerikaner soll in den vergangenen Wochen Guinea und Sierra Leone besucht haben. In den beiden Ländern sowie in Liberia wütet seit März eine Ebola-Epidemie. Es wurde befürchtet, dass das Virus nun trotz aller Vorsorgemaßnahmen Ghana erreicht haben könnte.

Die Zahl der Opfer nimmt in den drei betroffenen Ländern weiter zu. Allein zwischen dem 3. und 6. Juli wurde die Erkrankung bei 50 neuen Patienten diagnostiziert, von denen jeder zweite starb, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten der Statistik zufolge auf 518. Am schlimmsten betroffen ist Guinea. Insgesamt wurden in den vergangenen vier Monaten 844 Ebola-Patienten behandelt. Es handelt sich um die erste Ebola-Epidemie in Westafrika. Bisher war die Krankheit nur im Zentrum und Osten des Kontinents aufgetreten. Symptome des Virus sind unter anderem Fieber sowie starke innere und äußere Blutungen. Ebola verläuft in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich.