Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich rasch aus - 35 Tote

Die Ausbreitung des Ebola-Virus ist auch im Kongo derzeit nicht zu stoppen.
Die Ausbreitung des Ebola-Virus ist auch im Kongo derzeit nicht zu stoppen.
© dpa, Ahmed Jallanzo

12. September 2014 - 10:04 Uhr

Rund 2.300 Ebola-Todesfälle in Westafrika

In nur einer Woche hat sich die Zahl der mutmaßlich mit Ebola infizierten Menschen in der Demokratischen Republik Kongo auf 62 verdoppelt. Zwischen dem 2. und 9. September seien 31 neue Fälle registriert worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit. 35 Patienten seien bislang gestorben, wobei bisher nicht in jedem dieser Fälle Ebola eindeutig nachgewiesen wurde.

Der Ausbruch im Kongo geht nach Expertenangaben auf einen anderen Ebola-Stamm zurück als jener in Westafrika und ist bislang auf eine vergleichsweise kleine Region in der nördlichen Provinz Equateur beschränkt. In den westafrikanischen Staaten Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria waren bis zum 6. September rund 2.300 Ebola-Todesfälle erfasst worden, etwa die Hälfte allein in Liberia.

Nach WHO-Angaben erfolgte die ursprüngliche Virus-Übertragung im Kongo durch den Verzehr von Wildfleisch. Das erste Opfer war demnach eine schwangere Frau, die Fleisch eines erlegten Tieres gegessen hatte und einige Zeit danach mit Ebola-Symptomen starb. Kongo erhalte inzwischen umfangreiche internationale Unterstützung bei der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs.