E-Zigaretten oder Tabakerhitzer: Sind die Alternativen weniger schädlich als die herkömmliche Zigarette?

8. Oktober 2018 - 21:27 Uhr

Tabak-Zigaretten verursachen jedes Jahr viele Todesfälle

120.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen von herkömmlichen Zigaretten. Vor einigen Jahren erschienen E-Zigaretten als vermeintlich "gesündere" Alternative auf dem Markt. Darüber hinaus gibt es inzwischen Tabakerhitzer, die beispielsweise vom Tabakkonzern Philip Morris unter der Marke Iqos geführt werden. Doch sind diese Alternativen weniger schädlich für den Körper als die Zigarette?

Inhaltsstoffe in E-Zigaretten sind krebserregend

Während Tabakrauch mehr als 70 unterschiedliche krebserregende Substanzen enthält, sind im Aerosol, also dem Dampf von E-Zigaretten, zwar viel weniger Schadstoffe enthalten. Das Gefahrenpotenzial sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Die Inhaltsstoffe gelten trotzdem als entzündungsfördernd, reizend und sogar krebserregend. Außerdem können auch die Flüssgkeiten in der elektrischen Zigarette Nikotin, das zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit führt, enthalten.

Hohe Schadstoffkonzentration in Tabakerhitzern

Bei dem Iqos-Gerät wird Tabak auf bis zu 350 Grad Celsius erhitzt, während bei E-Zigaretten flüssiges Nikotin verdampft wird. PMI, die Firma des Marlboro-Herstellers Philip Morris, legt Studien vor, die zeigen sollen, dass beim Tabakerhitzen statt Tabakverbrennen fast alle krebserregenden Schadstoffe eliminiert werden. Und tatsächlich sind weniger Schadstoffe enthalten als in Zigaretten. Eine Studie in der Zeitschrift "Tabacco Control" ergab laut SZ allerdings, dass in Tabakerhitzern fast 60 Schadstoffe in viel höherer Konzentration als in Tabakzigaretten auftreten.

Langzeitfolgen sind nicht bekannt

Da E-Zigaretten und Tabakerhitzer erst seit ein paar Jahren existieren, liegen bisher kaum Studien und Forschungen zu den Folgen vor - Aussagen zu Langzeitschäden können also noch nicht getroffen werden. Fest steht allerdings: Die Alternativen enthalten zwar weniger Schadstoffe als Tabakzigaretten, ungefährlich sind sie deshalb aber nicht.

Ob die Optionen auch Jenke von Wilmsdorf bei seinem Experiment helfen können, seine Nikotinsucht zu bekämpfen, sehen Sie im Video.