E-Zigarette explodiert in der Hosentasche - 29-Jähriger erleidet schwere Verbrennungen

04. Oktober 2017 - 13:44 Uhr

Wie gefährlich sind E-Zigaretten?

In seiner Mittagspause will Anas Elbachiri nur Kaffee holen, doch plötzlich brennt seine Hose. Die Batterie seiner E-Zigarette ist explodiert. Der Industriemechaniker erleidet schwere Verbrennungen und muss sogar operiert werden. Aber wie konnte es dazu kommen? Wir haben Tipps, wie Sie solche Unfälle vermeiden können.

Löste ein Kurzschluss die Explosion der E-Zigarette aus?

Anas' linker Oberschenkel ist komplett verbrannt, ihm muss sogar Haut transplantiert werden. Der Wuppertaler kann sich den Unfall bis heute nicht erklären. "Mir wurde nicht gesagt, dass diese Batterie brennen oder ausgasen kann", klagt der 29-Jährige. Und genau hier besteht die Gefahr. Denn oft ist die Unwissenheit der Raucher Schuld, sagt Christian Werth, Geschäftsinhaber eines E-Zigaretten-Geschäfts. Er glaubt zu wissen, wie es zu einer Explosion kommen konnte: Weil Anas Akku seiner Elektrozigarette fast leer war, steckte er sich einen vollen Ersatz-Akku in die Hosentasche, in der sich auch sein Schlüssel und etwas Kleingeld befanden. Ein fataler Fehler, wie sich später zeigt. "Es muss einen Kontakt gegeben haben, oben am Pluspol, und dadurch kam es zu einem Kurzschluss", vermutet Werth.

Sicherheitstipps für die Nutzung von E-Zigaretten

Viele Raucher unterschätzen die Gefahr von E-Zigaretten. Mit ein paar einfachen Tipps können Sie Bilder wie in unserem Video vermeiden:

- Kaufen Sie ihre E-Zigaretten und -Akkus nicht zum günstigsten Preis im Internet. Lassen Sie sich im Geschäft vom Fachmann beraten.

- Tunen Sie Ihre E-Zigaretten nicht.

- Achten Sie darauf, dass die Akkus niemals zusammen mit einem Schlüssel, Kleingeld oder anderen Metallgegenständen getragen werden.

- Nutzen Sie stets Akku-Schutzhüllen.

1,1 Millionen Deutsche rauchen regelmäßig E-Zigaretten

Die 'Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen' beziffert in ihrem Jahrbuch 'Sucht 2017' den Anteil der E-Raucher an der Gesamtbevölkerung auf 1,4 Prozent. Gut 1,1 Millionen Menschen in Deutschland dampfen also regelmäßig. Und dafür ist immer ein geladener Akku notwendig. Doch gerade diese Stromquelle hat in der Vergangenheit gefährliche Probleme verursacht. Eigentlich sitzen in den Geräten Steuerungselemente, die das Überhitzen verhindern sollen. Verlassen sollte man sich darauf jedoch nicht.

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