Dynamo-Spieler und Verantwortliche verzichten auf Gehalt

Dynamos Sportdirektor Ralf Minge vor Beginn des Spiels im Stadion. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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21. März 2020 - 16:50 Uhr

Die Profis und der Trainerstab von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden verzichten bis zum 30. Juni 2020 im Zuge der Corona-Krise auf mehr als 300.000 Euro ihres Gehaltes. Das teilte der sächsische Club am Samstag mit. Das Geld soll zu großen Teilen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Vereins zugutekommen, die sich seit dieser Woche in Kurzarbeit befinden. Zudem sollen 50.000 Euro für soziale Zwecke gespendet werden.

"Der gesamte Trainerstab und alle Lizenzspieler haben sich schnell dazu bereit erklärt, sich in dieser Ausnahmesituation durch den freiwilligen Verzicht auf Teile ihres Gehaltes solidarisch zu zeigen", erklärte Ralf Minge in einer Vereinsmitteilung. Auch Dynamos 59 Jahre alter Sportgeschäftsführer und der kaufmännische Geschäftsführer Michael Born beteiligen sich an der Aktion. "Dieses Verantwortungsbewusstsein zeigt mir, dass die Werte unseres Vereins auch und erst recht in der Not von jedem mitgetragen werden. Wir helfen einander, gerade dann, wenn es darauf ankommt", erklärte Minge.

Dynamos Profis trainieren unterdessen weiter individuell. Hintergrund ist eine Verfügung des Gesundheitsministeriums für das Land Sachsen, dass im Zuge der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus vorerst keine Trainingseinheiten in Mannschaftsstärke mehr stattfinden dürfen. Der Spielbetrieb in der 2. Bundesliga ruht offiziell vorerst bis 2. April. Die 36 Clubs der Bundesliga und 2. Liga wollen am 30. März gemeinsam entscheiden, ob die Spielpause aufgrund der anhaltenden Corona-Krise verlängert werden muss.

Quelle: DPA