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Dynamo-Coach Walpurgis unzufrieden mit Derby-Ausbeute

Sachsen-Derby
Dresdens Jannis Nikolaou (M) und Aues Jan Hochscheidt (r) kämpfen um den Ball. Foto: Monika Skolimowska © deutsche presse agentur

Maik Walpurgis kann mit der Derby-Ausbeute seiner SG Dynamo Dresden nicht zufrieden sein. "Aus den beiden Derbys hätten wir sicherlich mehr Punkte mitnehmen müssen, als wir jetzt mit den zwei Punkten haben. Gerade das Magdeburg-Spiel wirkt dann schon noch nach, das wären zwei Punkte mehr gewesen, die uns jetzt gutgetan hätten", sagte der Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten nach dem Remis gegen den FC Erzgebirge Aue.

Voller Vorfreude blickte er noch drei Wochen zuvor dem "heißen" Oktober entgegen, der es mit drei brisanten Ost-Duellen in Serie in sich hat. Nun bleibt Walpurgis zunächst nur noch eine Möglichkeit, seine Bilanz aufzubessern. Am nächsten Sonntag tritt seinen Elf bei Union Berlin an. "Das ist eine Mannschaft, die sicherlich zu den Top-Teams der Liga gehört", warnte der 45-jährige, schob aber schnell hinterher: "Aber warum sollten wir nicht auch in Berlin gewinnen können?"

Doch um beim Aufstiegsaspiranten zu punkten, braucht seine Elf eine deutliche Leistungssteigerung. Der ansteigende Abfall der vergangenen Wochen gibt dem Trainer zu denken. Waren es in Magdeburg nur 45 Minuten, in den er nicht zufrieden sein konnte, kamen die Sachsen gegen Aue über die gesamte Partie nur selten in Tritt und konnten Walpurgis` Forderungen nicht umsetzen.

So wurde bereits das dritte Heimspiel unter dem neuen Trainer sowie das vierte in dieser Saison nicht gewonnen - drei davon gingen verloren. "Ich muss mir da selbst auch noch ein Bild machen. Es ist für mich unverständlich, wie die Mannschaft im letzten Jahr in der Heimtabelle auf dem 18. Platz stand. Wir müssen da unsere unterbewussten Prozesse aus der Vergangenheit ablegen", fordert Walpurgis. "Wir spielen in einem fantastischen Stadion mit fantastischen Fans, die uns alle großartig unterstützen und wir schaffen es noch nicht, unsere Leistung auf den Platz zu bringen."

Zwölfter ist Dynamo derzeit in der Heimtabelle, Fünfter auswärts und unter Walpurgis auf fremdem Platz noch ungeschlagen. Sieben Zähler erzielte seine Elf in drei Spielen. Zudem kann Walpurgis in Berlin aller Voraussicht nach wieder auf die beiden Leitwölfe Marco Hartmann und Patrick Ebert zurückgreifen. Dynamos Kapitän und sein Stellvertreter wurden nicht nur aufgrund ihrer Erfahrung gegen Aue schmerzlich vermisst, auch weil Ersatz-Kapitän Sören Gonther nach seiner langen Verletzung noch Zeit braucht.

Nur zwei Wochen nach seinem Acht-Minuten-Comeback in Magdeburg musste der 31-Jährige gegen die "Veilchen" bereits über die volle Spielzeit ran, wirkte als Hartmann-Vertreter in Dresdens Abwehrzentrale zunächst aber etwas unsicher. "Es ist klar nach der langen Zeit. Bei der ersten Aktion war ich selbst ein bisschen überrascht", erklärte der Abwehrspieler und verwies auf die notwendige Spielpraxis.

Ob er die auch gegen Union von Beginn an sammeln kann, liegt wohl maßgeblich an der Genesung von Hartmann. Ist er fit, ist der Kapitän in der Abwehrzentrale gesetzt, weswegen auch Gonther keine Ansprüche stellen will. "Ich kann hinten alle drei Positionen spielen und deswegen ist das eine Sache des Trainers, wie er aufstellt. Ich bin froh, dass ich gesund bin und hoffe, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann."


Quelle: DPA

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