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Dutzende Tote bei Selbstmordanschlägen in Nigeria und Kamerun

Dutzende Tote bei Selbstmordanschlägen in Nigeria und Kamerun

Dutzende Tote bei Selbstmordanschlägen in Nigeria und Kamerun
Das Ergebnis eines Selbstmordattentats in Nigeria Anfang Juli. (Archivbild)
dpa, Stringer

Attentäterinnen der Terrorgruppe Boko Haram

Bei zwei Selbstmordanschlägen in Nigeria und Kamerun sind Dutzende Menschen getötet und verletzt worden. In beiden Fällen sprengten sich Attentäterinnen inmitten einer Menschenmenge in die Luft, als Drahtzieher wird die islamistische Terrorgruppe Boko Haram vermutet. Sie will im Norden Nigerias einen sogenannten Gottesstaat errichten. Mittlerweile setzt die Gruppe bei den Attentaten auch Frauen ein.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einem Markt in Damaturu im Nordosten Nigerias wurden nach Polizeiangaben mindestens 13 Menschen getötet, weitere 47 wurden verletzt. Es ist bereits der dritte Anschlag in Damaturu, der Hauptstadt des Bundesstaates Yobe, in diesem Monat. Ausgelöst habe den Sprengsatz eine Attentäterin inmitten einer Menge, die an einer Sicherheitskontrolle vor dem Markteingang gewartet habe, berichtete ein Bewohner. Seit 2009 haben die Islamisten, die der in Syrien und im Irak aktiven Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen haben, mehr als 14.000 Menschen in Nigeria getötet.

Bei einem Selbstmordattentat in der Stadt Marua im Norden Kameruns wurden laut örtlichen Medien mindestens 21 Menschen getötet. 63 weitere wurden verletzt, berichtete das Internetportal 'Cameroonweb.com' unter Berufung auf die zuständige Krankenhausleitung.

Kommunikationsminister Issa Tchiroma Bakary habe die Zahl der Toten dagegen mit 14 und die der Verletzten mit 20 angegeben. Laut der lokalen Webseite 'Cameroon-Info.net' erlitten viele Menschen schwere Verletzungen. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen werde.

Kamerun unterstützt Nigeria im Kampf gegen die Terroristen. Das westafrikanische Land hat in Marua ein Hauptquartier eingerichtet, um von dort aus gegen Boko Haram im Nachbarland Nigeria zu operieren, wie die BBC berichtete. Bakary rief seine Landsleute und vor allem die Bewohner von Marua auf, Ruhe zu bewahren. Am Mittwoch hatte es in Marua bereits zwei Selbstmordattentate gegeben.