"Mein Baby war Krebs"

Schwangerschaftsbauch entpuppt sich nach zwölf Wochen als Krebs

© Joe Cowling Facebook

11. September 2019 - 9:54 Uhr

Statt erfreulichen Ultraschall erhielt das Paar eine Schockdiagnose

Grace Baker-Padden aus dem englischen Durham hatte mehrere positive Schwangerschaftstests und sogar morgendliche Übelkeit. Außerdem bildete sich eine kleine Schwellung in ihrem Bauch. Die 23-Jährige war sich sicher, dass sie schwanger ist. Dem war aber nicht so. Beim Ultraschall in der zwölften Woche entpuppte sich der Babybauch als Tumor.

Das Paar freute sich sehr über das ungeplante Kind

Anfangs war das Paar überrascht, weil Grace trotz Pille schwanger geworden war - zumindest glaubte sie, es zu sein. Aber nach vier positiven Schwangerschaftstests freuten sich Grace Baker-Padden und Joe Cowling einfach nur noch auf das Baby. Sie sprachen schon über Namen und teilten die erfreuliche Nachricht mit ihren Eltern. Nachdem Grace aber Blutflecken bemerkte, ging sie zum Arzt, weil sie eine Fehlgeburt befürchtete.

Bei der Untersuchung bekam sie dann die Schockdiagnose: Bei der angeblichen Schwangerschaft handelte es sich tatsächlich um Krebs. Ihr Körper hatte trotz Tumor Schwangerschaftshormone ausgeschüttet, daher das positive Testergebnis. "Von der Planung dieser aufregenden neuen Zukunft als Familie bis hin zu plötzlich keinem Baby und meiner gesundheitlichen Gefahr war es furchtbar.", sagte Grace der Sunday Mirror. Statt sich auf das Baby zu freuen, war die jung Frau nach der Diagnose verzweifelt.

Grace und Joe hoffen, eines Tages ein Baby zu bekommen

Grace Baker-Padden und ihr Freund Joe Cowling hoffen, eines Tages wirklich ein Baby zu bekommen.
Grace Baker-Padden und ihr Freund Joe Cowling hoffen, eines Tages wirklich ein Baby zu bekommen.
© Facebook/ Joe Cowling

Zwei Tage später wurde die Geschwulst entfernt und Tests zeigten, dass der Krebs bösartig war. Sechs Monate lang unterzog sich Grace einer Chemotherapie, um ihre Hormone wieder unter Kontrolle zu bringen. Auch in den Wochen darauf wurde die junge Frau noch weiter behandelt, bis es endlich eine Entwarnung für sie gab. Laut Ärzten gibt es eine 15-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass sie wieder eine sogenannte Blasenmole bekommt.

Grace und Joe hoffen trotz allem, eines Tages ein Baby zu bekommen. Sie müssen aber noch ein Jahr warten, bis sich der Hormonspiegel von Grace beruhigt hat.

Blasenmolen kommen am häufigsten bei Frauen unter 17 und über 35 Jahren vor

Bei der sogenannten Blasenmole versucht das Sperma ein leeres Ei zu befruchten, also ein Ei ohne DNA. Doch obwohl es zu keiner Empfängnis gekommen ist, wachsen die Plazentazellen weiter und bilden eine Gewebemasse, die vollständig aus Plazentazellen besteht. 

Blasenmolen kommen am häufigsten bei Frauen unter 17 und über 35 Jahren vor. In den USA treten sie bei ungefähr 1 von 2.000 Schwangerschaften auf. In Südostasien oder China ist das Auftreten einer Blasenmole etwa 20 Mal so häufig wie in den USA oder in Europa.