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Durchsuchungen in Wuppertal wegen 'Gotteskrieger'

Durchsuchungen in Wuppertal wegen 'Gotteskrieger'

Im Zusammenhang mit einem deutschen 'Gotteskrieger', der sich beim Bundeskriminalamt gemeldete hatte, sind in Wuppertal und Umgebung Wohnungen durchsucht worden. Es handele sich um zehn Objekte von Familienangehörigen und Bekannten des Mannes, hieß es aus Sicherheitskreisen in Berlin. Die Auswertung von Festplatten und anderen Gegenständen, die bei der Aktion in der vergangenen Woche beschlagnahmt wurden, dauere an.

Mitte November hatte sich der Mann aus dem Ausland beim BKA gemeldet. Angeblich wollte er aus der Terrorszene aussteigen und nach Deutschland zu seiner Familie zurückkehren. Auf ihn gingen Hinweise zurück, wonach das "deutsche Parlament" in Berlin Ziel eines Anschlags islamistischer Terroristen sein könnte. Daraufhin waren die Sicherheitsmaßnahmen auch am Reichstag verstärkt worden. Nun hieß es, der Mann habe bis Ende 2010 Kontakt zu den deutschen Behörden gehabt. Seine Hinweise ließen sich aber nicht weiter konkretisieren. Sie seien zum Teil widersprüchlich gewesen. Der Tippgeber habe sich nicht darauf eingelassen, sich genauer von den deutschen Behörden befragen zu lassen. Man gehe aber davon aus, dass er tatsächlich Zugang zu Leuten habe, die Anschläge planten. Wo er sich heute aufhalte, sei unklar.