Düsseldorf verzichtet auf Pferdekutschen im Karneval

Auf dem Düsseldorfer Rosenmontagsumzug 2019 wird es keine Pferdekutschen geben. Das Comitee Düsseldorfer Carneval teilte mit, dass diese Entscheidung mit Blick auf einen Unfall beim Rosenmontagszug Mitte Februar in Köln getroffen wurde. "Die Entscheidung wurde zum Schutz der Zuschauer und der im Zug mitlaufenden 10.000 Menschen getroffen", sagte Comitee-Sprecher Peter Suchand.

Köln als Mahnung für Düsseldorf

Beim Zug in Köln waren zwei Pferde einer Kutsche durchgegangen. Dadurch wurden fünf Menschen verletzt. Einzelne Reiter soll es aber weiter im Düsseldorfer Zug geben. "Ein Pferd zu beherrschen hat eine andere Qualität als vier Pferde", sagte Suchand. Diese Einzelreiter seien besonders geschult und hätten zudem einen Begleiter.

Die Entscheidung gelte zunächst für den kommenden Rosenmontagszug. Seit dem Unfall ist die Teilnahme von Pferden mehr denn je in der Diskussion. Tierschützer fordern seit langem, auf Pferde zu verzichten.

Die Kölner Karnevalisten haben noch nicht entschieden, ob im nächsten Rosenmontagszug noch Pferde und Kutschen eingesetzt werden. "Dies wird sicherlich auch noch einige Wochen dauern, da wir unter anderem noch auf die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft warten", teilte Zugleiter Alexander Dieper mit.