Düsseldorf: Stefan K. ist seit über einer Woche verschwunden – die Verzweiflung wächst

Stefan K. (35) verschwand nach einer Weihnachtsfeier in Düsseldorf.
© Polizei

31. Januar 2018 - 17:48 Uhr

Vermisstenfälle: Gefangen zwischen Angst, Hoffnung und Ungewissheit

Ein Mensch verschwindet – für Freunde und Angehörige ein Alptraum. Sie sind gefangen irgendwo zwischen Angst, Hoffnung und Ungewissheit in einem ständig schwankenden Schwebezustand.

Stefan K. verschwand nach einer Weihnachtsfeier in der Düsseldorfer Altstadt spurlos

Der bekannteste Vermisstenfall ist die in Portugal verschwundene Madeleine McCann. Der Fall, der zurzeit die Öffentlichkeit in Deutschland bewegt, ist der von Stefan K. (35) aus Oberhausen. Er verschwand letzte Woche nach einer Weihnachtsfeier in Düsseldorf, ähnlich wie vor einem Jahr der HSV-Manager Timo Kraus (44) in Hamburg. Damals gab es kein glückliches Ende, im März wurde schließlich Kraus' Leiche gefunden. Was mit Madeleine McCann geschah, weiß man noch immer nicht.

Jeden Tag verschwinden zwischen 250 und 300 Menschen

Diese Fälle stehen stellvertretend für jährlich rund 14.000 verschwundene Menschen, allein in Deutschland. Das sind zwischen 250 und 300 Fälle täglich. Allerdings klärt sich gut die Hälfte davon schon innerhalb einer Woche auf. Viele davon ohne großen Aufwand, ohne Fahndung, von ganz allein. Oftmals steckt nur ein Missverständnis dahinter oder mangelnde Kommunikation. Nur etwa drei Prozent aller vermisst gemeldeten Personen bleibt länger als ein Jahr verschwunden, eine Fahndung bleibt dann mindestens 30 Jahre bestehen.