Düsseldorf: Polizei stürmt Weihnachtsfeier der 'Hells Angels' – vier Verletzte

Die Einsatzkräfte rückten mit schwerem Gerät an, um eine 'Hells-Angels'-Weihnachtsfeier zu stürmen. (Foto: Privat)
Die Einsatzkräfte rückten mit schwerem Gerät an, um eine 'Hells-Angels'-Weihnachtsfeier zu stürmen. (Foto: Privat)

16. Dezember 2017 - 21:32 Uhr

Düsseldorfer Polizei ging nicht zimperlich vor

"Wir dulden in Düsseldorf keine rechtsfreien Räume", sagte Polizeidirektor Bernd Schünke nach einem Großeinsatz in Düsseldorf-Rath. Dort kontrollierte die Polizei eine 'Hells-Angels'-Weihnachtsfeier – die Bilder des Einsatzes zeigen, dass die Beamten dabei nicht zimperlich vorgingen. Auch ein Panzerwagen kam dabei zum Einsatz.

Zwei Männer wurden verhaftet

'Hells-Angels'-Weihnachtsfeier gestürmt
Die Beamten stellten die ganze Kneipe auf den Kopf, weil sie nach Waffen suchten. (Foto: Privat)

Zehn Stunden lang dauerte es, bis die Einsatzkräfte alle 188 Partygäste kontrolliert und die Kneipe durchsucht hatte, in der die Weihnachtsfeier stattfand. Außerdem wurden sämtliche Zufahrtswege zur Location blockiert und weitere 387 Menschen gefilzt, die sich auf dem Weg zu der Feier befanden.

Zwei Männer wurden bei dem Einsatz verhaftet. Sie wurden bereits mit Haftbefehl gesucht. Die Beamten stellten außerdem fünf Messer, Reizgas, ein Handy und Drogen sicher. Weil die Polizei davon ausging, dass in den Veranstaltungsräumen Waffen aufbewahrt wurden, besorgten sich die Einsatzkräfte noch einen Durchsuchungsbefehl für das Gebäude.

Um Mitternacht stürmte die Polizei die Location

Gegen Mitternacht drangen Spezialkräfte in das Lokal ein. Dabei wurde laut Polizeiangaben eine Person leicht verletzt, drei weitere hätten sich ärztlich behandeln lassen müssen. Ein Mann habe eine Herzattacke ein anderer einen epileptischen Anfall erlitten haben, berichtete der 'Express'.

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"Es war völlig unverhältnismäßig"

Polizeieinsatz in Düsseldorf-Rath
Bei dem Einsatz in Düsseldorf-Rath hinterließen die Beamten ein einziges Trümmerfeld. (Foto: Privat)

Obwohl die Türen offen standen, sollen die Polizisten Scheiben und Mobiliar zertrümmert haben. "Es war völlig unverhältnismäßig, wie die Polizei gegen die Leute vorgegangen ist", sagte ein 'Hells-Angels'-Mitglied der Zeitung. Menschen, die gefesselt am Boden gelegen hätten, seien ins Gesicht getreten worden, erklärte er.

Erst um 4.40 Uhr rückten die Beamten wieder ab. Waffen wurden keine gefunden. An Feiern war nicht mehr zu denken, nachdem die Polizei die Party gesprengt hatte. Die Bilder vom Einsatzort machen deutlich, dass danach wohl erst einmal Aufräumen angesagt war. Die Abreise der Rocker verlief laut Polizei "störungsfrei".