17. April 2019 - 13:08 Uhr

Frau hatte sich verschanzt

Erst Säure-Attacke, dann Schüsse, dann Festnahme. Am Mittwochmorgen soll es gegen 8.40 Uhr einen Angriff in einem Mehrfamilienhaus an der Further Straße in Düsseldorf gegeben haben. Angeblich schüttete eine Frau einem Gerichtsvollzieher eine ätzende Substanz ins Gesicht. Nachdem sie sich stundenlang in ihrer Wohnung verschanzt hatte, soll sie sich den Einsatzkräften dann ergeben haben.

Säureschutzanzüge unter der Uniform

Bei der Tatverdächtigen soll es sich um eine 51-jährige Frau handeln, die aus der Dominikanischen Republik stammt, das berichtet der Express. Angeblich habe sie ihre Nebenkostenabrechnung seit einem Jahr nicht gezahlt, dann sei im Januar der Bescheid der Zwangsräumung gekommen. Die sollte am Mittwoch stattfinden, doch dann habe sie dem Gerichtsvollzieher Säure ins Gesicht gekippt, heißt es. Wohnungseigentümer Jörg Thermann hat angeblich alles mit angesehen. Wie er die Attacke erlebt hat, das sehen Sie im Video.

Nach dem Angriff verschanzte sich die Frau in ihrer Wohnung. Schüsse seien auch gefallen. "Wir haben eine Schreckschusspistolen-Hülse gefunden und gehen aus, dass eine solche Waffe im Einsatz war", wird ein Polizeisprecher zitiert.

Ein Verletzter, eine Festnahme

Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Polizisten mit Maschinenpistolen und schusssicheren Westen waren vor Ort. Die Einsatzkräfte des SEK trugen Säureschutzanzüge. Auch die Feuerwehr sei mit Löschzügen zu dem 12-Parteienhaus im Stadtteil Hassels gefahren, berichtete Bild.

Auf Anfrage von RTL erklärte ein Pressesprecher der Polizei: "Es gibt einen Verletzten, eine Frau ist festgenommen worden." Sie wurde später in einem Streifenwagen weggebracht, nachdem sie sich freiwillig ergeben hatte. Jetzt werde ermittelt, was genau sich am Tatort abgespielt habe.