2019 M02 21 - 23:23 Uhr

Limitierte Information von Ärzten

Der Bundestag hat nun eine umstrittene Reform von Paragraf 219a des Strafgesetzbuches beschlossen. Darin heißt es: Ärzte dürfen in Zukunft im Internet angeben, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Jedoch müssen sie dabei auslassen, mit welcher Methode sie das machen. Dafür müssen die Ärzte auf offizielle Stellen verweisen.

Schwangere finden schneller Ärzte für Abtreibungen

Schwangere können somit schneller Ärzte finden, die Abtreibungen anbieten. Außerdem soll es eine zentrale, monatlich aktualisierte Liste mit Ärzten, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen geben, die Abbrüche vornehmen. Sie soll von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Internet veröffentlicht werden. Dort soll auch zu finden sein, welche Methoden die jeweiligen Ärzte zur Abtreibung nutzen.

Außerdem bekommen junge Frauen die Verhütungspille länger als bisher - bis zum 22. Geburtstag - von der Krankenkasse bezahlt.

Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland strafbar

Abtreibungen sind in Deutschland verboten, werden aber unter bestimmten Bedingungen nicht bestraft.

  • Mindestens drei Tage vor dem Eingriff muss sich die Schangere n einer staatlich anerkannten Stelle beraten lassen.
  • Seit der Befruchtung dürfen nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein.

Laut Statistischem Bundesamt gab es von Januar bis September 2018 bundesweit 76.365 Eingriffe, etwa genauso viele wie im Vorjahreszeitraum. Meist waren die Frauen zwischen 25 und 30 Jahre alt.