Zusammenstoß in der Luft oder Baumwipfel-Berührungen möglich

Dülmen (Münsterland): Zwei Segelflugzeuge abgestürzt - zwei Tote

11. Juli 2020 - 18:56 Uhr

Polizei Dülmen: Noch viele offene Fragen

Zwei abgestürzte Segelfugzeuge, zwei Tote und viele Unsicherheiten: In Dülmen (Münsterland) sind am Samstag zwei Segelflugzeuge abgestürzt. Möglicherweise sind die Segler zusammengestoßen, möglich seien aber auch Baumwipfel-Berührungen, heißt es bei der Polizei. Vermutlich handle es sich bei den beiden gefundenen Toten um die Piloten, sagte eine Polizeisprecherin. Erst suchte die Polizei noch nach möglichen weiteren Opfern und Wrackteilen, wie im Video zu sehen ist.

Suche nach möglichen weiteren Opfern

11.07.2020, Nordrhein-Westfalen, Dülmen: Das Wrack eines Segelflugzeugs liegt auf einem Weg am Waldrand. Beim Absturz zweier Segelflieger sind zwei Männer ums Leben gekommen. Vermutlich handele es sich um die Piloten, sagte ein Polizeisprecher. Foto:
Ermittler an einem der beiden Wracks der abgestürzten Segelflugzeuge in Dülmen
© dpa, Arnulf Stoffel, mg abl

Die beiden Wracks lagen nach Polizeiangaben am Waldrand einige hundert Meter auseinander. Trümmerteile wurden im direkten Umfeld gefunden. Einer der Toten wurde am Samstagmittag an einem Wald zwischen Haltern und Dülmen bei den Wracks entdeckt, der andere im Wald. Da am Anfang nicht klar war, ob es weitere Opfer geben könnte, sei umfangreich gesucht worden, teilte die Feuerwehr mit. Dafür seien Menschenketten gebildet wurden, die Waldgebiete und das Feld erkundeten - und auch ein Polizeihubschrauber sei unterwegs gewesen.

Polizisten durchkämmten außerdem nahe liegende Getreidefelder und stießen auch dort auf Teile. "Die werden jetzt erst einmal markiert und dann gucken sich die Experten das an und entscheiden, wie die weiter vorgehen können", sagte Polizeisprecherin Ramona Hörst. Zur Identität der Opfer machte die Polizei vorerst keine Angaben. Zunächst sollten die Angehörigen vom Unglück in Kenntnis gesetzt werden.

Zeugen hatten die Polizei alarmiert. Die Luftaufsicht der Bezirksregierung und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wurden den Angaben zufolge informiert.