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Dubiose Impfangebote im Internet: Finger weg von Corona-Impfungen aus Online-Shops!

Dubiose Angebote in sozialen Netzwerken und im Darknet

Finger weg von Corona-Impfdosis aus dem Internet!

Betrug mit Corona-Impfstoff Dubiose Angebote aus Socila-Media & Darknet

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Miese Masche spielt mit den Ängsten der Menschen

Viele Millionen Menschen in Deutschland warten darauf, dass sie endlich gegen Corona geimpft werden können. Jeden Tag gibt es Nachrichten über Lieferschwierigkeiten, Verzögerungen und Schuldzuweisungen. Im Internet herrscht hingegen offenbar kein Mangel an Impfstoffen, in sozialen Medien und auch im Darknet werden Corona-Vakzine angeboten. Es ist eine besonders miese Masche, denn sie spielt mit den Ängsten der Menschen. Was passiert ist, als RTL-Reporterin Alexandra Callenius versucht hat, Verkäufer zu treffen, zeigen wir im Video.

Angebliche Corona-Impfung für 200 bis 1.000 Euro

Unser Experte fand auf Anhieb mehr als 100 Seiten mit Treffern zum Thema"Vakzine".
Die Suche unseres Experten nach "Vakzine" ergibt auf Anhieb mehr als 100 Seiten mit Treffern

Experten warnen seit Beginn der Krise, dass Verbrecher auf den Pandemie-Zug aufspringen und sich an den Sorgen der Menschen bereichern wollen. Genau das passiert in den unkontrollierbaren Weiten des Netzes in jeder Sekunde. Medizin per Mausklick, wer sucht der findet.

Und zwar reichlich, wie ein schneller Test ergibt: 106 Seiten mit Suchmaschinentreffern, nur wenn man den Begriff „Vakzine“ eingibt, findet RTL-Verifizierungsspezialist Sergey Maier. Nach wenigen Tagen Recherche in diversen sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten wie Telegram schneien die Angebote herein.

Reporter wollen Händler treffen - plötzlich will er eine Anzahlung

Impfstoff-Angebote gibt es aus aller Welt.
Aus aller Welt schneien die Angebote für Impfstoffe herein, eines unseriöser als das andere

Die begehrten Impfstoffe, auf die alle Welt so dringend wartet – hier sind sie scheinbar ganz nah: Biontech-Pfizer-Vakzine, zwischen 200 und 1.00 Euro. Damit das krumme Geschäft möglichst nicht nachzuverfolgen ist, soll anonym und in der Cyber-Währung Bitcoin bezahlt werden.

Unsere Reporter nehmen Kontakt mit einem der vermeintlichen Impfstoff-Händler auf. Kurz vor dem vereinbarten Treffen in einem Berliner Hotel, bei dem der begehrte Stoff übergeben werden soll, verlangt er plötzlich eine Anzahlung. Netter Versuch, aber die Reporter zahlen natürlich nicht, denn das Geld wäre weg gewesen und der Mann nie zum Treff erschienen.

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Betrüger machen auch in der Corona keinen Halt

Frank Scheulen, Sprecher beim Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen.
Frank Scheulen, Sprecher beim Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen. Foto: LKA NRW/Archiv
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Für Frank Scheulen vom Landeskriminalamt in Düsseldorf ist das keine Überraschung: „Betrüger gehen immer mit der Zeit und nutzen sehr schnell aktuellen Strömungen und Sachverhalte aus“, erklärt er. Es gebe weitere Maschen der Verbrecher, sie klingeln einfach an der Haustür oder melden sich per Telefon. Jeder, der von angeblichen Händlern kontaktiert werde, sollte das unbedingt der Polizei melden, so Scheulen.

Das Ziel der Gauner ist stets dasselbe: Sie wollen in die Wohnungen der Menschen kommen oder sie dazu bewegen, Geld zu überweisen. In unserem Video berichtet eine Seniorin, wie sie einen Betrüger erfolgreich eine Falle stellte.

Video: Mutige Seniorin stellt Corona-Betrüger eine Falle

Angeblicher Impfstoff für 6.000 Euro Die Tricks der Corona-Betrüger

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Dubiose Angeboten für Corona-Impfungen - das rät die Polizei

Weder Medikamente noch Impfstoffe in Verbindung mit Covid-19 werden am Telefon oder an der Haustür verkauft.

  • Legen Sie sofort auf, wenn Ihnen Impfstoffe am Telefon zum Kauf angeboten werden.
  • Geben Sie nie Informationen zu finanziellen Verhältnissen und sensiblen Daten am Telefon preis.
  • Wenden Sie sich in akuten Situationen an die Polizei unter der 110. Auch Ihre örtliche Polizeidienststelle steht Ihnen jederzeit zur Verfügung.
  • Achten Sie grundsätzlich auf Ihre Daten im Internet und im realen Leben.
  • Halten Sie telefonisch Kontakt zu Ihren Angehörigen und Ihrer Nachbarschaft.
  • Erkundigen Sie sich nach ungewöhnlichen oder verdächtigen Vorfällen.
  • Fragen Sie bei offiziellen Stellen genau nach, wenn sich Personen als Mitarbeitende dieser ausgeben. Das gilt besonders, wenn diese Personen Sie zu kostenpflichtigen Covid-19 Tests auffordern!

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Ermittlung gelingt Schlag gegen Cyberkriminalität

Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass Ermittlern ein Schlag gegen Cyberkriminalität gelungen ist. Das BKA zerschlug erfolgreich die Infrastruktur der weltweit gefährlichsten Schadsoftware Emotet . Die Ermittlungen liefen bereits seit August 2018. Emotet hat in Deutschland Computer zehntausender Privatpersonen infiziert. Betroffen war auch eine hohe Anzahl von IT-Systemen von Unternehmen, Behörden und Institutionen.