Sie wollte doch nur ein bisschen Urlaub

In der Hand der Zuschauer: Als Tanja Schumann nicht aus dem Dschungel kam

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" , Tag 14 im Camp: Tanja Schumann darf wieder nicht raus und sitzt den Tränen nah auf einer Liege
"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" , Tag 14 im Camp: Tanja Schumann darf wieder nicht raus und sitzt den Tränen nah auf einer Liege
RTL

von Gudrun Dunker

Der Dschungel funktioniert so: Die Promis gehen rein und geben ALLES, damit sie von den Zuschauern möglichst NICHT rausgewählt werden. Eine Kandidatin hat das in bislang 15 Staffeln allerdings völlig missverstanden: 2014 wollte Tanja Schumann rein, möglichst NICHTS tun, damit die Zuschauer sie GANZ SCHNELL wieder rauswählen. Aber der so raffiniert ausgeklügelte Plan, mit ihrem Mann anschließend noch ein bisschen bezahlten Urlaub in Down Under zu machen, ging gehörig nach hinten los. Die Zuschauer rebellierten und zeigten der naiven Schauspielerin, wo der Hammer hängt. Bis zur Schmerzgrenze. Autsch!

Tanja Schumann - die tragischste Figur von Staffel 8

Sie sind mindestens genauso vielfältig wie unsere Dschungelprüfungen. Und ohne sie zieht fast niemand ein ins Dschungelcamp. Aber gibt es sie eigentlich, die ultimative Taktik, um das Lagerfeuer der Promis möglichst schadlos zu überstehen? Für Tanja Schumann jedenfalls scheint in der achten Staffel die Antwort klar: Ja! 2014 macht die Schauspielerin und Komikerin nämlich ordentlich von sich reden. Aber nicht etwa, weil sie bei Dschungelprüfungen glänzt, menschlich anrührt oder sich ansonsten als unentbehrlich für die Gruppe erweist. Nein. Tanja Schumann will raus. Einfach nur raus. Aber natürlich OHNE den berühmten Satz „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ zu sagen. Doch genau da machen ihr die Zuschauer einen üblen Strich durch die Rechnung.

Es nimmt und nimmt kein Ende! Für Dschungel-Kandidatin Tanja Schumacher wird die Show regelrecht zur Tortur
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RTL / Stefan Menne

Ex-Dschungel-Kandidatin Tanja Schumann: „Wenn man sich einmal was wünscht…“

Millionen Menschen an den Fernsehern sind nämlich schlauer als mancher denkt. Schnell haben sie Tanjas raffinierten Plan durchschaut, nach einer kurzen – meist aktionslosen Zeit – als „zu langweilig“ von den Zuschauern rausgewählt zu werden. Einmal in Down Under, würde sie mit ihrem Mann doch schließlich noch so gern Urlaub machen wollen im Land der Kängurus und Koalas – und natürlich im Luxushotel. Und die Gage würde sie so auch nicht komplett verlieren. Praktisch, oder?

Doch es soll nicht sein. Tanja Schumanns Taktik ist einfach zu durchsichtig, zumal sie auch noch offen über den ersehnten Urlaub spricht. Wieder und wieder rufen die Zuschauer für Tanja an. Gerade oft genug, um sie möglichst lange zu „quälen“, wie Tanja es ausdrückt und zum richtigen Zeitpunkt auch wenig genug, um ihren Sieg zu verhindern. DAS hat es so auch noch nicht gegeben. Zwischen Tanja und den Zuschauern entsteht eine Symbiose der ganz eigenen Art. „Wenn man sich einmal was wünscht…“, schluchzt sie damals unter Tränen. Als ihr Wunsch kurz vor dem Finale endlich erfüllt wird, zählten die beiden Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich schon Tag 15 im Dschungel. So hatte sich das die Schauspielerin wohl nicht vorgestellt. Trotzdem macht sich Erleichterung breit. Endlich hat Tanjas Martyrium ein Ende.

Geschafft! An Tag 15 der achten Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" darf Tanja Schumann endlich das Camp verlassen
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RTL / Stefan Menne
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Wieder zu Hause in Hamburg, versucht Tanja in einem Gespräch mit Freundin Olivia Jones ihr ungewöhnliches Verhalten zu analysieren und will retten, was zu retten ist. Dabei gesteht sie ein, sich mit ihrem Wunsch von Urlaub wohl ihr eigenes Grab geschaufelt zu haben. „Da kann ich die Zuschauer auch verstehen, wenn ich da sitze und sage, ich will auch noch Urlaub machen, dass die denken: 'Na, das ist ja eine ganz tolle Idee!' Mir war das in dem Moment, als ich da im Dschungel saß, nicht bewusst. Ich wollte einfach nur zu meinem Mann und dachte, der ist so zum Greifen nah und vielleicht kann ich da ja hin."

Menschlich ein durchaus verständlicher Wunsch – wenn da doch bloß nicht diese Zuschauer gewesen wären