Dschungelcamp 2016: Warum spricht Menderes Bagcis erst bei IBES über seine Krankheit "Colitis ulcerosa"?

25. Januar 2016 - 16:43 Uhr

Dschungelcamp-Kandidat Menderes Bagci wollte nur im Camp über seine Krankheit sprechen

Nach vier Tagen im Dschungelcamp hat sich Menderes Bagci schnell zum Publikumsliebling gemausert. Die Zuschauer von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus" wollen den smarten 31-Jährigen in den Arm nehmen, ihn trösten und bemitleiden – erst recht, seit er allen seine schwere Krankheit gebeichtet hat. Doch was steckt hinter seiner Offenbarung? Ist es womöglich alles nur Taktik?

Menderes Bagci leidet an der Krankheit "Colitis Ulcerosa"
Menderes Bagci macht ein Geständnis: Er leidet an einer chronischen Krankheit.

Als Menderes Bagci mit seinem Mitcamper Thorsten Legat am Lagerfeuer sitzt, scheint es, als hätte er lange auf diesen Moment gewartet. Den Moment, an dem er vor einem Millionenpublikum das aussprechen kann, was er seit über neun Jahren vor der Öffentlichkeit verheimlicht hat. "Ich hätte gerne nie diese Krankheit bekommen, dann könnte ich vielleicht mit allem besser umgehen", erzählt die DSDS-Legende und Dschungelcamp-Kandidat 2016. Mit "dieser Krankheit" meint Menderes Bagci "Colitis Ulcerosa", eine chronisch-entzündliche Darmkrankheit, die für die Betroffenen einen langen Leidensweg bedeutet.

Aber warum packt Menderes gerade im Dschungelcamp aus und offenbart seine Schwäche vor einem Millionenpublikum? Schon vor dem Start von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus" hat der 31-Jährige Schlagzeilen mit seiner Krankheit gemacht, nur sprechen wollte er nie darüber, was er genau hat. "Ich habe mir vorgenommen, vielleicht möchte ich mit der Kandidaten auch im Camp über die Krankheit reden", so Menderes Bagci vor dem Einzug ins Dschungelcamp 2016.

So schlimm kann die Krankheit "Colitis Ulcerosa" verlaufen

Den Eindruck, dass Menderes durch seine Beichte auf mehr Sendezeit, Aufmerksamkeit vielleicht sogar die Dschungelkrone hofft, scheint auch Mitcamperin Nathalie zu teilen, wie sie ihm nach seinem Geständnis offen sagt: "Ich verstehe, dass es schlimm für dich ist. Aber denk doch mal an die anderen Menschen, die es viel schlimmer haben. Und nicht jeder Mensch muss so offen sein."

Doch Menderes möchte offenbar alles geben, um nicht nur der Dschungelkrone Stück für Stück näher zu kommen, sondern auch vom ewigen Verlierer zu "Everybody's Darling" zu mutieren. Denn während er noch vor wenigen Jahren ausgebuht und beschimpft wird, wenn er auf der Bühne steht, hat er sich im Dschungelcamp 2016 schnell zum Liebling gemausert. "Ich will ja nur ernst genommen werden", so Menderes damals zu seinem Außenseiter-Image. Doch er weiß auch: Im Dschungelcamp ist die Verwandlung vom Underdog zum Helden Gold wert.

Beim gemeinsamen Dschungelcamp-Gucken mit Menderes' Familie zeigt sich aber auch ein anderes Bild: Sein Onkel, Cousin und Cousinen beobachten, wie sich Menderes im Camp zu seiner Krankheit bekennt. Sein Onkel wusste noch nicht einmal von der Darmkrankheit seines Neffen und ist geschockt – doch die Familie steht hinter der DSDS-Legende. Wie schlimm die Krankheit ist, erklärt Allgemeinmediziner Dr. Ulf Kahmann: "Es ist eine lebenslange Erkrankung, die nicht geheilt werden kann. Sie verläuft in Schüben, das heißt, sie kann für wenige Tage oder Wochen heftige Verläufe haben und dann jahrelang keine oder so gut wie keine Probleme machen."

Momentan scheint es Menderes im Dschungelcamp gut zu gehen. Trotzdem will er über seine Krankheit sprechen. Ob das Taktik ist oder er Vertrauen zu den Mitcampern gewonnen hat, lässt sich schwer sagen. Sicher ist nur: Bisher schlägt sich der 31-Jährige sehr gut bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus". Wie die weiteren Tage für ihn im Camp werden, gibt es täglich um 22.15 Uhr bei RTL zu sehen.