Drohnenbesitzer nach Fast-Zusammenstoß mit Lufthansa-Maschine festgenommen

Eine Drohne war beim Landeanflug fast mit einer Passagiermaschine der Lufthansa zusammengestoßen. (Motivbild)
Eine Drohne war beim Landeanflug fast mit einer Passagiermaschine der Lufthansa zusammengestoßen. (Motivbild)

23. Juli 2015 - 7:26 Uhr

Zwischenfall in Warschau

Nach dem Fast-Zusammenstoß einer Lufthansa-Maschine mit einer Freizeitdrohne in Warschau ist ein 39-Jähriger vorübergehend festgenommen worden. Der Mann aus Piaseczno bei Warschau wird verdächtigt, den Flugverkehr am Warschauer Flughafen mit seiner Drohne gefährdet zu haben, das Gerät wurde Medienberichten zufolge am Dienstagabend beschlagnahmt. Mit einer Untersuchung der gespeicherten Daten soll nun festgestellt werden, ob es sich tatsächlich um die Drohne handelt, die am Montag den Flugverkehr gestört hatte.

Eine aus München kommende Lufthansa-Maschine hatte beim Landeanflug auf Warschau ein Objekt in etwa 700 Meter Höhe gemeldet. Daraufhin wurden die Flugrouten für etwa 20 andere Flüge in der Einflugschneise geändert, berichtete die 'Gazeta Wyborcza'. In Polen gibt es bisher keine Regeln über den Gebrauch von Minidrohnen.

Derweil veröffentlichte die britische Behörde für zivile Luftfahrt (CAA) Anweisungen zum sicheren Umgang mit den Flugkörpern. Sie sollen demnach stets in Sichtweise des Piloten bleiben und nicht höher als 400 Fuß fliegen, also gut 120 Meter. Drohnen dürften nicht in der Nähe von Flugplätzen fliegen lassen und müssten von Hubschraubern und Flugzeugen ferngehalten werden. Wenn sie mit einer Kamera ausgerüstet seien, müssten mindestens 50 Meter Abstand zu Menschen, Fahrzeugen und Gebäuden gehalten werden. "Nutze deinen gesunden Menschenverstand und fliege sicher, andernfalls könntest du strafrechtlich verfolgt werden", heißt es es bei der CAA.