Airport vorübergehend dicht

Drohne am Frankfurter Flughafen: "Gezielte Störaktion"

Rund um den Frankfurter Flughafen gilt eine "No-Drone-Zone". Wie hier am Zaun der Besucherplattform nahe der Startbahn West hängen überall Verbotsschilder für Drohnen.
Rund um den Frankfurter Flughafen gilt eine "No-Drone-Zone". Wie hier am Zaun der Besucherplattform nahe der Startbahn West hängen überall Verbotsschilder für Drohnen.
© RTL, Benjamin Holler

22. Februar 2021 - 8:12 Uhr

Schrecksekunde am Flughafen

Eine oder mehrere Drohnen haben am Samstagabend für Einschränkungen und mehrere Verspätungen im Flugbetrieb des Frankfurter Flughafens gesorgt.

Drohne war "deutlich größer"

Zwei Flüge wurden gestrichen, 23 Flugzeuge konnten nur mit einer Ausnahmegenehmigung vom Nachtflugverbot später abheben, teilte die Bundespolizei am Sonntag mit. Trotz intensiver Suche seien weder Drohnen noch potenzielle Besitzer gefunden worden. "Die bisherigen Erkenntnisse deuten auf eine gezielte Störaktion durch unbekannte Täter hin", hieß es in der Mitteilung. "Die gesichtete Drohne war nach mehreren glaubhaften Augenzeugenberichten deutlich größer als handelsüblich."

Ermittler suchen stundenlang nach dem Drohnen-Piloten

ARCHIV - 26.03.2016, Nordrhein-Westfalen, Breitscheid: ILLUSTRATION - Eine private Drohne (r) fliegt in knapp 10 Metern Flughöhe über einem Garten, als in weiter Entfernung ein Flugzeug beim Anflug auf den Flughafen Düsseldorf zu sehen ist. Die Deuts
Weil Drohnen für Flugzeuge gefährlich werden können, ist ihr Einsatz rund um Flughäfen verboten.
© dpa, Julian Stratenschulte, jst jol fgj

Ein Jäger habe gegen 20.15 Uhr zunächst eine Drohne im Bereich der Startbahn West bemerkt. "In der Folge konnte die oder andere Drohnen an weiteren, verschieden Stellen im gesamten Flughafenbereich, auch durch Einsatzkräfte der Polizei, wahrgenommen werden." Ob es sich bei den Sichtungen um dieselbe Drohne oder mehrere Objekte handelte, blieb zunächst unklar.

Mehr als drei Stunden lang fahndeten die Beamten nach Fluggeräten möglichen Besitzern. Die Suche wurde erfolglos abgebrochen, die Ermittlungen gehen aber weiter. Nach Freigabe des Luftraums startete die letzte Maschine laut Polizei gegen 23.30 Uhr. Zudem landeten laut Verkehrsministerium zwei Maschinen verspätet nach 23 Uhr.

Ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr sei eingeleitet worden, hieß es von der Polizei. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Quelle: DPA