Drogenschmuggel im Fernbus: Mann mit 1,2 Kilogramm Heroin im Magen erwischt

Ein Fernbus rauscht auf einer Bus-Spur vorbei
Überraschender Fund im Fernbus
dpa, Arno Burgi

Er fiel den Zollbeamten durch seine Müdigkeit und Nervosität auf

Fernbusse werden bei Pendlern und Touristen immer beliebter – und offenbar auch bei Drogenschmugglern. Mit 1,2 Kilogramm Heroin war ein Drogenkurier in Baden-Württemberg unterwegs. Nicht in seiner Tasche, sondern im Magen.

Der 31-Jährige saß in einem Fernbus von Amsterdam nach München, wie das Hauptzollamt Ulm ermitteilte. Bei einer Routinekontrolle an der A8 bei Wendlingen war er den Zollbeamten aufgefallen, da er sehr müde und zugleich nervös wirkte.

Ergebnis des Drogenschnelltests: Positiv. Ergebnis der anschließenden Untersuchung: 100 kleine Packungen Heroin im Magen des Mannes. Die Päckchen wurden operativ entfernt. Der so genannte Bodypacker wird derzeit noch intensivmedizinisch versorgt. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor.

Es ist nicht das erste Mal, dass Fernbusse von Drogenkurieren ausgenutzt werden: Erst vor einer Woche hatten Zollbeamte auf derselben Fernbuslinie einen Mann mit 5.600 Ecstasy-Pillen erwischt.

Kokain in Brustimplantaten

Auch am Frankfurter Flughafen machten Ermittler einen dubiosen Fund. In den Brustimplantaten einer Frau fanden Zollfahnder ein Kilogramm Kokain. Laut eines Berichts der 'Bild' war die Frau aus der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá nach Frankfurt geflogen.

Das Rauschgift sei demnach für den spanischen Markt bestimmt gewesen. In einer mehrstündigen Operation wurden der Frau nun die 'Kokain-Implantaten entfernt. Wie der Zoll auf die Schmugglerin aufmerksam wurde, war zunächst noch unklar.