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Drogenfund: Eine Vierteltonne Kokain in Erdnuss-Container

Drogenfund: Eine Vierteltonne Kokain in Erdnuss-Container

Zollfahnder finden 257 Kilogramm Kokain in einem Erdnuss-Container
Zollfahnder in Hamburg finden 257 Kilogramm Kokain in einem Container mit Erdnüssen.
dpa, Daniel Bockwoldt

Drogen im Wert von 16,7 Millionen Euro

In einem Container mit Erdnüssen aus Argentinien haben Zollfahnder einen der größten Drogenfunde der vergangenen Jahre in Hamburg gemacht. Es handle sich um 257 Kilogramm reines Kokain, teilte das Zollfahndungsamt mit. Der Straßenverkaufswert betrage 16,7 Millionen Euro. Das Rauschgift war nach Angaben des Zolls in 260 Pakete aufgeteilt. Die Lieferung sollte über Antwerpen weiter nach Rotterdam gehen. Die Fahnder hätten einen Hinweis auf mehrere verdächtige Container aus Südamerika erhalten.

Der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Werner Gatzer (SPD), sprach von einem herausragenden Erfolg, der durch gute internationale Zusammenarbeit ermöglicht worden sei. Zu den beteiligten Behörden und Ländern sowie den Hintermännern des Schmuggels wollte der Sprecher des Zollfahndungsamts, Axel Hirth, keine Angaben machen. "Die Ermittlungen laufen", sagte er. Im gesamten Jahr 2014 hatten die Fahnder in Hamburg 480 Kilogramm Kokain abgefangen. Größter Einzelfund waren 66 Kilogramm, die in einem Bananencontainer aus Ecuador nach Hamburg geschmuggelt wurden.

Auch in Sachsen wurde Kokain gefunden: Ein Geschäftsmann hat nach Angaben der Polizei in Chemnitz in einem Container mit Autoteilen 50 Kilogramm der Droge im Wert von rund drei Millionen Euro gefunden. Er selbst hatte den Container in den USA mit Autoteilen bepackt. Die Fracht wurde per Schiff in die Niederlande, dann mit dem Lastwagen nach Sachsen gebracht. Beim Ausräumen fand der Geschäftsmann zwei fremde Reisetaschen mit Kokain. Bei der Polizei Chemnitz hieß es, einen solchen Fall - mit so einer großen Menge an Drogen und unter so merkwürdigen Umständen - habe es dort zuvor noch nicht gegeben.