In Freiburg und Dresden

Polizei hängt Solidaritäts-Banner ab

Coronavirus · Dresden
© dpa, Robert Michael, ert alf

25. März 2020 - 9:09 Uhr

Plakate müssen wieder runter

Deutschlandweit zollen Fußball-Fans den Pflegekräften, Ärzten und allen Helfern in der Corona-Krise Respekt - via Spruchbändern und Bannern. Nun gab es wegen solcher Plakate in Freiburg und in Dresden Ärger. Die Polizei nahm die Banner, kurz nachdem diese aufgehängt worden waren, wieder ab.

Ultras von Dynamo Dresden montierten am Sonntag an der Brühlschen Terrasse in Dresden ein Banner mit der Aufschrift "Dresden hat es oft gezeigt, in der Not hilft nur Zusammenhalt. Auch diese Krise werden wir überstehen. Danke an alle die täglich alles dafür geben!". Auch der Club postete ein Bild davon in den sozialen Netzwerken und bedankte sich für die Geste: "Einmal mehr eine tolle Aktion unserer aktiven Fanszene. Denn es bringt Solidarität, Wertschätzung und eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung zum Ausdruck."

Doch offenbar hing das Plakat nicht sehr lange, Da die Aktion nicht mit dem Eigentümer, dem Freistaat Sachsen, abgesprochen war, nahmen es Polizisten wieder ab. "Vielleicht findet die Stadt dafür in Absprache mit den Fanvertretern einen geeigneten Platz", teilte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born mit.

Ähnliches berichtet die Fanszene aus Freiburg. Fans aus der Ultra-Gruppierung Synthesia Ultras richteten am Sonntag nach eigenen Angaben ein "Danke"-Plakat an der Blauen Brücke neu aus, als Polizisten ihre Personalien kontrollierten. "Im weiteren Verlauf wurden beide aufgefordert das Spruchband unverzüglich zu entfernen. Bereits am Samstag Vormittag erhielt nordtribuene.org eine Nachricht aus dem Universitätsklinikum, da die Polizei Freiburg das Videomaterial der vergangenen Nacht sichten möchte, um Drahtzieher der Solidaritäts- und Unterstützungsspruchbänder ermitteln zu können", hieß es auf der Fanseite Nordtribuene.org.

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