Web-Doku zum Einbruch im Grünen Gewölbe

LKA-Mitarbeiter erklärt: So konnte der Juwelen-Coup in Dresden gelingen

27. November 2019 - 11:32 Uhr

Einbruch im Dresdener Juwelenzimmer war „zielgerichtete und vorbereitete Tat“

Für die Ermittler steht fest: Das war kein "normaler" Einbruch. Zwei Unbekannte drangen am Montagmorgen in das Dresdener Residenzschloss ein und stahlen wertvollen Schmuck und Juwelen. "Insgesamt sprechen die Umstände für eine zielgerichtete und vorbereitete Tat", sagte der Leiter der Sonderkommission "Epaulette", Kriminalrat Olaf Richter. In unserer Online-Doku im Video erklärt ein LKA-Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte, wie dieser Coup innerhalb weniger Minuten gelingen konnte und warum die Wachleute des Museums nicht eingriffen.

Auch die Flucht der Dresdener Diebe war bis ins Detail geplant

Einbruch Grünes Gewölbe Dresden
Die Diebe ließen wertvolle Schmuckstücke aus dem Juwelenzimmer in Dresden mitgehen.
© via REUTERS, Polizeidirektion Dresden, FAB/MOS

Bis jetzt gibt es immer noch keine heiße Spur zu den Dieben. Klar ist nur, dass die Täter über ein vergittertes Fenster von der Straße aus ins Gebäude einstiegen und dann sofort ins Juwelenzimmer gingen. Innerhalb weniger Minuten entkamen sie mit ihrer wertvollen Beute. Der Experte geht davon aus, dass der Einbruch minutiös vorbereitet wurde.

Auch die Flucht war offenbar bis ins Detail geplant. Ihre Spuren im Grünen Gewölbe versuchten die Einbrecher offenbar mit Feuerlöschpulver zu verwischen, wie Museumsdirektor Dirk Syndram erklärte. An einem Stromverteilerkasten in der Nähe des Museums gab es einen Brand, sodass die Straßenbeleuchtung in der Umgebung ausfiel. Auch das mutmaßliche Fluchtfahrzeug setzten die Täter in einer Tiefgarage in der Nähe der Autobahn in Brand.

Ermittler hoffen nun auf Hinweise

Einbruch Grünes Gewölbe Dresden
Auf einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie die Einbrecher im Juwelenzimmer zuschlagen.
© dpa, -, cul

Den Ermittlern steht nun eine komplizierte Spurensuche bevor. Die Beamten befragten Passanten und auch Gäste des gegenüberliegenden Hotels – bislang ohne Ergebnis. Die Soko prüft außerdem Hinweise, die nach einem Zeugenaufruf eingingen. Über ein Hinweisportal der Polizei kann Bild- oder Videomaterial zur Straftat an die Behörden weitergegeben werden.