Dresden: Kindergartenkind an Meningitis erkrankt

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9. November 2018 - 21:19 Uhr

Meningitis-Alarm im Kindergarten

In einem Dresdener Kindergarten ist ein Mädchen an einer ansteckenden Meningitis (Hirnhautentzündung) erkrankt. Eine gefährliche Krankheit, die ohne Behandlung im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.

Gesundheitsamt warnt vor gefährlicher Krankheit

Nachdem das Dresdner Gesundheitsamt über den Vorfall informiert wurde, wurden sofort alle Schritte in die Wege geleitet, um eventuelle Kontaktpersonen schnellstmöglich zu behandeln: "Den in Frage kommenden Kindern und Erwachsenen sind präventiv Antibiotika verordnet worden. Denn je früher wir bei dieser Krankheit eingreifen, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie bei den Kontaktpersonen gar nicht erst ausbricht beziehungsweise weitergetragen wird", erklärt Amtsarzt Jens Heimann. Denn eine Meningitis ist nicht zu unterschätzen.

Was genau ist eine Meningitis und wie erkenne ich sie?

Die Meningitis ist eine seltene, aber gefährliche Krankheit. In Deutschland erkranken etwa vier von einer Million Menschen im Jahr. Eine Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute, die meistens durch Viren ausgelöst wird. Seltener, aber viel gefährlicher ist eine durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung.

Die Krankheit kann durch Küsse, engen Körperkontakt oder auch gemeinsames Spielen übertragen werden. Anzeichen und Symptome sind häufig: hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder Übelkeit und Erbrechen. Patienten klagen auch oft über einen steifen Nacken oder Schmerzen beim Bücken. Kinder unter fünf Jahren und Jugendliche zählen zu den besonderen Risikogruppen. Um der Krankheit zu entgehen, empfiehlt die STIKO seit dem Jahr 2006 allen Kindern im zweiten Lebensjahr eine einmalige Impfung gegen Meningokokken C. Kinder und Jugendliche, die bis zum 18. Lebensjahr keine Impfung erhalten haben, wird empfohlen diese möglichst bald nachzuholen.