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Dresden: Entwarnung nach Teilexplosion bei Bombenentschärfung

Aufatmen in Dresden: Bombe nach Teilexplosion entschärft.
Dieses Bild der entschärften Fliegerbombe teilte die Polizei Sachsen auf Twitter. © Polizei Sachsen

"Wir können Entwarnung geben!"

Schrecksekunde in Dresden: Einem ohrenbetäubenden Knall folgte eine meterhohe Rauchwolke. Eine Weltkriegsbombe war beim Versuch, sie zu entschärfen, teilweise explodiert. Erst am Nachmittag gab die Polizei Sachsen auf Twitter Entwarnung.

Gepanzerter Bagger machte den Weg frei

Aufatmen in Dresden: Bombe nach Teilexplosion entschärft.
Am Fundort der Bombe war es am Mittwochabend zu einer kleineren Explosion gekommen. © Polizei Sachsen

Am Donnerstagnachmittag konnte der Sprengmeister die Bombe genauer begutachten und schließlich Entwarnung geben. Ein gepanzerter Bagger hatte zuvor das verbrannte Dämmmaterial über dem Sprengkörper weggeräumt. Dabei seien die Experten der Bombe deutlich näher gekommen, twitterte die Polizei Sachsen. Nach der Entwarnung können die Anwohner in ihre Wohnungen zurück, alle Sperrungen rund um den Fundort werden aufgehoben. In den vergangenen Tagen waren zusammen mehr als 1.000 Beamte im Einsatz

Die Flugsicherung hatte am Donnerstag erneut den Luftraum über der Stadt gesperrt. Dadurch waren Starts und Landungen am Flughafen Dresden nicht möglich. Schon am Mittwoch waren zahlreiche Starts und Landungen gecancelt worden.

Explosion bei Bombenentschärfung in Dresden

Die geplante Entschärfung der Weltkriegsbombe war am Mittwochabend mit einem Knalleffekt missglückt - es kam zu einer Explosion. Gegen 23.08 Uhr sei es per Fernsteuerung zunächst gelungen, den Zünder herauszudrehen, erklärte die Polizei. Dann flogen Funken, Dämmmaterial ging in Flammen auf. Dadurch sei ein Teil der Bombe explodiert.

Teilexplosion bei Bombenentschärfung in Dresden
Teilexplosion bei Bombenentschärfung in Dresden Gefahr noch nicht gebannt 00:17

Tausende Bewohner des Stadtteils Löbtau zeitweise evakuiert

Ohne größere Folgen. "Es sind nach bisherigen Erkenntnissen nur geringe Schäden eingetreten. Glücklicherweise sind keine Menschen verletzt worden", sagte der Sprecher. Die Dresdner Polizeidirektion sprach zwischenzeitlich von einem "erheblichen Gefahrenpotential".

Dresden: Ein Polizeiwagen sperrt eine Straße ab. Bei der Entschärfung einer Fliegerbombe in Dresden ist es zu einer Teildetonation gekommen.
Ein Polizeiwagen in Dresden sperrt eine Straße ab. Bei der Entschärfung einer Fliegerbombe ist es zu einer Teildetonation gekommen. © dpa, Tino Plunert, hak

Die Bombe war am Dienstag bei Bauarbeiten gefunden worden. Tausende Bewohner des betroffenen Stadtteils Löbtau - unweit des Hauptbahnhofes - mussten bereits die zweite Nacht in Folge außerhalb ihrer Wohnungen verbringen. Rund 9.000 Bewohner wurden laut Polizei in Sicherheit gebracht. Viele seien bei Bekannten und Verwandten untergekommen, 1.200 in Notunterkünften. 

Bombenentschärfungen sind in Dresden keine Seltenheit. Die Stadt wurde am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach von britischen und amerikanischen Bombern schwer zerstört. Ein Teil der Munition blieb als Blindgänger im Boden und taucht bis heute bei Bauarbeiten auf.

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