Dreifachmord in Villingendorf: Polizei fasst mutmaßlichen Todesschützen

20. September 2017 - 9:32 Uhr

Verdächtigter hatte bei der Festnahme die Tatwaffe bei sich

Nach tagelanger Suche konnte die Polizei den mutmaßlichen Todesschützen aus dem baden-württembergischen Villingendorf fassen. Ein Hinweis aus der Bevölkerung soll den Zugriff ermöglicht haben. Der Verdächtige trug nach Angaben der Polizei bei der Festnahme die Tatwaffe bei sich.

Er wurde nur 15 Kilometer von Villingendorf entfernt gefasst

Der Mann, der seinen Sohn, den neuen Partner seiner Ex-Frau und dessen Cousine erschossen haben soll, sei in Rottweil-Neufra - nur knapp 15 Kilometer vom Tatort - widerstandslos festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Entscheidend war demnach ein Hinweis aus der Bevölkerung.

Tagelang hatten Ermittler nach dem Kroaten gesucht, auch im Ausland wurde nach dem 40-Jährigen gefahndet. Sein Sohn war wenige Stunden vor dem Verbrechen eingeschult worden. Die Polizei hatte mit rund 100 Beamten in einem Waldgebiet rund um Villingendorf nach Spuren des Täters gesucht. Nach dem Verbrechen sollen dort nach Angaben aus der Bevölkerung Schüsse gefallen sein. Die Staatsanwaltschaft setzte zudem eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro aus.

Hunderte Hinweise nach Familiendrama in Villingendorf

Bei der 60-köpfigen Sonderkommission gingen auf dem Hinweis-Telefon nach Angaben der Polizei mehrere hundert Anrufe ein. Bei der Bluttat soll es sich um einen Akt der Eifersucht gehandelt haben. Unbeteiligte hatten demnach nichts zu befürchten, so die Polizei.

Nach seiner Flucht fand die Polizei ein Auto mit Kurzzeitkennzeichen, das sich der Mann legal besorgt hatte. Die Ex-Frau des Mannes war an einem sicheren Ort untergebracht und wurde rund um die Uhr bewacht.