Drei Tote bei Protesten in Syrien

12. Februar 2016 - 10:14 Uhr

Bei neuen Protesten in Syrien sind drei Demonstranten getötet worden. Sicherheitskräfte in Zivil hätten in Banijas, 35 Kilometer nördlich von Tartus, auf die Menschenmenge geschossen, die sich vor einer Moschee versammelt hatte, berichteten Aktivisten aus dem Ort unter Berufung auf Krankenhausärzte. Zwei weitere Demonstranten wurden verletzt.

Die Agenten des Geheimdienstes hätten aus vorbeirasenden Autos mit automatischen Feuerwaffen auf die Menschen geschossen. "Das Regime macht es jetzt im Mafiabanden-Stil", sagte ein Aktivist. Was aber aussehen sollte wie unkontrollierbare Bandenkriminalität, komme direkt vom Geheimdienst, so der Aktivist. Man habe sogar die Namen einiger der Täter. Die Protestierenden hatten wie zuletzt zehntausende andere Menschen in Syrien auch demokratische Reformen und Freiheit gefordert.