Sie steckten bis zur Brust im Schlamm

Dramatische Rettung mit Hubschrauber: Drei Männer aus Watt gerettet

12. Juni 2020 - 20:55 Uhr

Was für ein Schlam(m)assel! Eigentlich wollten die drei Männer nur eine Bootstour unternehmen

Sie wollten doch eigentlich nur ihr neues Boot austesten. Doch der Ausflug endete dramatisch. Mitten im Wattenmeer bei Neufeld (Schleswig-Holstein) havarierte am Mittwochabend das Holzboot von Timo, Stefan und Christopher. Anschließend machten sich die drei zu Fuß auf den Weg, um Hilfe zu holen – doch weit kamen sie nicht. Sie unterschätzen das tückische Wattenmeer. Im Video erzählen die Männer, wie sie gerettet wurden.

Wattrettung
Wattrettung
© RTL

Rettung aus dem Watt: Die Handyleuchte rettete ihnen das Leben

Um Hilfe zu holen, entschieden sich die drei Männer, das Boot zu verlassen und über das Watt zurück ans Festland zu gelangen. Doch weit kamen sie nicht. Schnell waren sie bis zu Brust im Schlamm versunken und konnten sich nicht mehr selbstständig befreien. Glücklicherweise gelang es einen von ihnen, mit dem Handy die Feuerwehr zu alarmieren. Die rückte gemeinsam mit einer Tauchergruppe und einem Rettungshelikopter an.

Die Dämmerung erschwerte es den Einsatzkräften, die hilflosen Männer im fast 15.000 km² großem Wattenmeer überhaupt zu finden. Dank der Handylichter, mit denen die Männer in den Himmel leuchteten, konnte die Besatzung des Rettungshubschraubers die Personen dennoch im ersten Anflug ausfindig machen. "Ohne das Handylicht wäre es eine sehr sehr schwierige Suchaktion gewesen, weil das Meer und das Watt sehr dunkel ist", erklärt der Notarzt Dr. Jan Hoppe von den "Northern Helicopters", der an der nächtlichen Rettung beteiligt war. 

Wattrettung
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© RTL

Drei Stunden lang dauert der Rettungseinsatz

Per Seilwinde gelang es einem Notfallsanitäter, der auf Wasser-Rettungen spezialisiert ist, die Männer einzeln aus dem Schlick zu befreien und anschließend auf dem Deich abzusetzen. Mit einem Schrecken und viel Dreck, kamen die Männer nochmal glimpflich davon. Verletzt wurde niemand.