Sie wollten möglichst viele "Ungläubige, aber keine Kinder" treffen

Terrorverdacht: Drei Iraker in Schleswig-Holstein festgenommen

30. Januar 2019 - 12:21 Uhr

Bombenbau mit Schwarzpulver aus Silvesterraketen

Terrorverdacht in Schleswig-Holstein: Die Polizei hat drei Iraker festgenommen. Sie sollen versucht haben, eine Bombe herzustellen. RTL-Terrorismus-Experte bewertet die Vorbereitungen der Männer als "sehr unprofessionell." Seine Einschätzung - in unserem Video!

Spezialeinheiten und GSG 9 im Einsatz

30.01.2019, Schleswig-Holstein, Elpersbüttel: Fahrzeuge der Polizei stehen während eines Einsatzes auf einem Grundstück. Beamte des Bundeskriminalamtes haben am Mittwochmorgen im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein drei Männer aus dem Irak festg
Anti-Terror-Einsatz der Polizei im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.
© dpa, Karsten Schröder, bra tba

Laut Generalbundesanwalt wird zwei 23 Jahre alten Männern die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, einem dritten, 36-jährigen Mann Beihilfe dazu. Die Anschlagspläne seien islamistisch motiviert gewesen.

Die Verdächtigen sollen bereits eine Bombenbauanleitung im Internet heruntergeladen und damit begonnen haben, aus Silvesterraketen Schwarzpulver zu gewinnen. Zudem hatten sie laut Bundesanwaltschaft eine Zündvorrichtung in Großbritannien bestellt. Konkret soll einer der Verdächtigen geäußert haben, möglichst viele "Ungläubige, aber keine Kinder" treffen zu wollen.

Sie hätten auch vorgehabt, sich eine Waffe zu besorgen. Einer der Männer habe Fahrstunden genommen, um bei einem Anschlag ein Fahrzeug einzusetzen. Ein konkretes Anschlagsziel sollen sie aber nicht gehabt haben.

Bei dem Einsatz waren Polizeieinheiten aus mehreren Bundesländern und Spezialeinheiten sowie die GSG 9 beteiligt. Auch im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern fand eine Durchsuchung statt.

Nach denFestnahmen wurde der Einsatz fortgesetzt.