Dramatisches Bienensterben bedroht unsere Lebensmittelversorgung

© dpa, Peter Steffen, pst kde uk soe

26. Juli 2017 - 9:47 Uhr

Folgen der Intensiven Landwirtschaft und industrieller Tierhaltung

Das massive Bienensterben bedroht die biologische Vielfalt in Deutschland und unsere Lebensmittelversorgung. Deshalb setzt sich die Deutsche Umwelthilfe gemeinsam mit Köchin und Imkerin Sarah Wiener für eine Abkehr von der intensiven Landwirtschaft ein. Diese sei schuld am Sterben der Bienen, ebenso wie die industrielle Tierhaltung.   

Lebensmittel werden knapper - und teurer

1990 gab es noch 1,1 Millionen Honigbienen-Völker in Deutschland. Heute ist die Zahl auf 700.000 geschrumpft. Auch die Hälfte der rund 560 Wildbienenarten ist stark bedroht. Das Bienensterben betrifft nicht nur die biologische Vielfalt, sondern auch uns. Ohne die Leistung der Bestäuber werden Lebensmittel knapper, und damit auch teurer.

Überdüngung, giftige Pestizide sowie Monokulturen nehmen den Bienen wichtige Lebensräume sowie Nahrungspflanzen und beeinträchtigen ihre Gesundheit. "Absurd ist, dass mittlerweile die Bedingungen für Bienen in Städten und stadtnahen Gebieten besser sind als in der freien Landschaft", sagt der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Sascha Müller-Kraenner. Ein strengeres Düngerecht könne die Artenvielfalt in der Landschaft schützen. Das jetzige jedenfalls werde diesem Anspruch noch nicht gerecht. Deshalb fordert er: "Die Bundesregierung muss dringend mit der Reduzierung der Nährstoffbelastung Ernst machen."

Reporter macht Selbstversuch

Was wir eigentlich noch essen könnten, wenn es keine Bienen mehr gäbe, hat unser Reporter Stephan Framke im Selbstversuch erfahren. Aber sehen Sie selbst!