Dramatische Wende im Vergewaltigungsprozess: Edona James hat gelogen

14. Februar 2017 - 17:25 Uhr

Edona James macht Geständnis

Transgender-Model Edona James (30) hat etwas getan, was ein Schlag ins Gesicht ist für Millionen von Vergewaltigungsopfern: Sie gab vor, vergewaltigt worden zu sein - doch vor Gericht machte sie nun reinen Tisch: Es war gelogen.

Vor Gericht ließ sie die Bombe platzen

Es ist eine dramatische Wende im Prozess um Edona James. Es stehen versuchte Körperverletzung, Erpressung und eine Vergewaltigung im Raum. Die Frau, die mal ein Mann war, soll mit dem Boxer Michael P. in seiner Wohnung Sex gehabt haben – gegen Geld. Er sagt, der Sex soll einvernehmlich stattgefunden haben, doch Edona hatte vor dem Amtsgericht München behauptet, sie sei vergewaltigt worden.

Dann drehte sich der Fall: Die 'Adam sucht Eva'-Teilnehmerin und 'DSDS'-Kandidatin soll zu einer Zeugin Kontakt aufgenommen und sie zu einer Falschaussage angestiftet haben. Wegen Zeugenbeeinflussung veranlasste die Richterin die vorläufige Festnahme von Edona James. Dann ließ sie die Bombe platzen. Im Zuge ihrer Verhaftung machte sie vor Gericht reinen Tisch: Die Vergewaltigung sei frei erfunden. Dafür bekommt sie zwei Jahre auf Bewährung. Was sie dazu getrieben hat, eine solch schlimme Behauptung zu erfinden? Hat sie für etwas Ruhm ein mieses Spiel gespielt? Oder wurde sie gar erpresst? Dem 'Stern' gegenüber sagt sie nur: "Ich bin froh, dass die Sache beendet ist. Ja, ich habe einen riesigen Fehler gemacht."

Mit den schweren Vorwürfen hätte sie nicht nur das Leben von Michael P. zerstören können, sondern schadet damit auch Frauen, die Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sind. Für viele ist es ohnehin schon schwer, sich der Polizei anzuvertrauen. Noch dazu kommt die Angst, nicht ernst genommen zu werden. Schwerwiegende Lügen wie die von Edona James schüren diese Unsicherheit.

Das sieht auch Moderatorin Marlene Lufen so, die mit 19 Jahren beinah Opfer einer Vergewaltigung wurde. Im Video erfahren Sie, wie es ihr damals erging und weshalb sie sich nicht an die Polizei gewandt hat.