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Dramatische Corona-Lage in Spanien: Überlastete Ärzte in Madrid wollen streiken

Infektionszahlen steigen weiter

Corona legt Spanien lahm: Lockdowns auf Mallorca, Madrids Ärzte wollen streiken

September 3, 2020, Madrid, MADRID, SPAIN: Route to carry out the test during the serological tests to the teachers at the IES Ramiro de Maeztu on September 3, 2020 in Madrid, Spain. Madrid SPAIN - ZUMAa181 0048035257st Copyright: xJoaquinxCorcherox
Lehrer auf dem Weg zur Teststation in Madrid
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Spanien: Über 12.000 Neuinfektionen am Freitag gemeldet

Das Coronavirus legt Spanien lahm – und das Land kommt nicht zur Ruhe. Während auf Mallorca statt Urlauberansturm die durch die Balearen-Regierung angekündigten regionalen Lockdowns durchgesetzt werden, droht in der Hauptstadt Madrid eine neue Eskalation in der Pandemie: Die Ärzte in Madrid wollen wegen Überlastung die Arbeit niederlegen, wie ntv.de berichtet. Zugleich wurden am Freitag (11. September) in Spanien über 12.000 Neuinfektionen gemeldet.

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"Unbefristeter und kompletter Streik" der Ärzte angekündigt

​Die größte Mediziner-Gewerkschaft der Region um die spanische Hauptstadt Madrid hat zu einem „unbefristeten und kompletten“ Streik ab dem 28. September aufgerufen. Der Ausstand sei bereits für die Arbeiter des Bereichs der medizinischen Grundversorgung angemeldet worden, weitere Sektoren würden sich aber in den kommenden Wochen anschließen, hieß es.

Schon seit Jahren leide man an einem Mangel an personellen und wirtschaftlichen Ressourcen, beklagte die Gewerkschaft in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Mitteilung. «Die Pandemie hat in den vergangenen Monaten aber zu einer für uns inakzeptablen Verschlimmerung der Lage geführt.» Die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso sei der mehrfach geäußerten Bitte um ein Treffen zur Besprechung der Probleme nicht nachgekommen.

Spanien: Mehr Corona-Infektionen als jedes andere westeuropäische Land

Madrid war im Frühjahr von der Pandemie im Corona-Hotspot Spanien besonders schwer getroffen worden - und ist jetzt wieder die von den Neuausbrüchen am stärksten betroffene Region des Landes.

Spanien kommt insgesamt bereits auf mehr als 560.000 Corona-Infektionen, so viele wie kein anderes westeuropäisches Land. Daher gelten zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen wie im privaten Bereich. So sind in Madrid seit Montag nur noch Treffen von höchstens zehn Personen erlaubt, wenn diese nicht demselben Haushalt angehören. Das Nachtleben ist in ganz Spanien stark eingeschränkt. Überall gilt eine Maskenpflicht - auch im Freien. Auf Mallorca gelten nächtliche Sperrungen von Parks und Stränden, die die Polizei auch mit Hubschraubern durchsetzt.

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Arbeiterviertel auf Mallorca abgeriegelt

Etwa 23.000 Menschen in Palma de Mallorcas Arbeiterviertel Son Gotleu und in einigen angrenzenden Straßenzügen dürfen ihr Wohnviertel seit Freitag nur noch verlassen, um zur Arbeit, zu einem Arzt sowie zur Schule zu gehen oder um sich um Pflegebedürftige zu kümmern. Über den regionalen Lockdown, den die balearische Regionalregierung verhängte, berichtete die deutschsprachige „Mallorca Zeitung“ am Donnerstag.

Geschäfte und Cafés dürften mit der halben Zahl der üblichen Plätze weiter geöffnet bleiben. Bars müssen spätestens um 22.00 Uhr schließen. Die Einschränkungen gelten zunächst für zwei Wochen.

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