Drama vor Ruder-WM

Behindertensportler kentert und stirbt

© dpa, Bayer, hds nic

22. August 2019 - 12:12 Uhr

Boot war defekt

Bei den Vorbereitungen zur Ruder-Weltmeisterschaft bei Linz in Österreich hat sich am späten Mittwochnachmittag ein Drama ereignet. Ein 33-jähriger Behindertensportler aus Weißrussland kippte mit seinem Boot in der Donau um und starb. Ursache war wohl ein technischer Defekt.

33-Jähriger konnte sich nicht festhalten

Das Unglück passierte 20 Minuten nach Trainingsbeginn in Sichtweite von Feuerwehrtauchern. Grund für das Kentern war vermutlich der Bruch der Stabilisationsschwimmervorrichtung an dem Ruderboot. Dies teilte die Landespolizeidirektion Oberösterreich mit. Durch den Bruch der Vorrichtung sei das Boot wohl gekippt, hieß es weiter.

Der Ruderer konnte sich demnach aus den Sicherungen am Sitz und an den Füßen selbständig befreien und hielt sich laut Angaben der Feuerwehr am Boot fest. Die Einsatzkräfte begaben sich umgehend zu dem Verunglückten. Wenige Meter vor ihrem Eintreffen ging dieser unter und konnte in dem 2,40 m tiefen und trüben Wasser nicht mehr gefunden werden.

Erst nach rund zweieinhalb Stunden wurde der Sportler nahe der Unfallstelle von Feuerwehrtauchern entdeckt und geborgen. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

An den Booten für Para-Ruderer befinden sich zwei Kufen, die mit einer Querstange verbunden sind und so ein Umkippen verhindern sollen. Bei einem Bruch der Vorrichtung kann das Boot instabil werden. Zum Zeitpunkt des Unfalls auf der Regattastrecke in Linz-Ottensheim herrschten normale Wetterverhältnisse.

Bei den am Sonntag beginnenden Weltmeisterschaften der Ruderer werden parallel auch die Para-Wettbewerbe ausgetragen. Die Titelkämpfe auf der Donau enden am 1. September.

RTL.de/SID/DPA