Flutdrama in Tennessee

Zwillinge (7 Monate) aus Armen des Vaters gerissen – beide Babys sterben

Die Zwillinge Ryan und Rileigh  starben beim Flutdrama in Tennessee.
Die Zwillinge Ryan und Rileigh starben beim Flutdrama in Tennessee.
© Facebook/Angie Willeby

26. August 2021 - 8:47 Uhr

Eltern wollten Kinder vor Flut in Sicherheit beringen

Ryan und Rileigh waren erst sieben Monate alt. Beim Flutdrama im US-Bundesstaat Tennessee versuchten ihre Eltern verzweifelt, die Zwillinge und ihre beiden Geschwister vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen. Doch die Babys wurden aus den Armen des Vaters gerissen und starben.

21 Tote bei Überschwemmungen in Tennessee

Unwetter in Tennessee
Autos, die vom Hochwasser mitgerissen wurden, stapeln sich am Ufer des Blue Creek in Waverly übereinander.
© dpa, John Amis, JA rac nwi

Mindestens 21 Menschen kamen bei Überschwemmungen nach starken Unwettern am Samstag in Tennessee ums Leben. 25 Menschen werden nach Behördenangaben noch vermisst. Der Regen spülte komplette Häuser weg, Bäume stürzten um, Autos wurden von den Fluten mitgerissen.

Wucht des Wassers riss Zwillinge aus den Armen des Vaters

Zwillinge Ryan und Rileigh Rigney Tennessee
Mindestens 21 Menschen starben bei Überschwemmungen in Tennessee, darunter die sieben Monate alten Zwillinge.
© Facebook/Angie Willeby

Ihre Tochter und ihr Schwiegersohn seien bei den vier Kindern gewesen, als das Wasser plötzlich das Haus der Familie in der kleinen Stadt Waverly traf, sagt Angie Cason dem Sender News5. Sie ist die Großmutter der Zwillinge und musste am Samstagmorgen alles miterleben.

Die Mutter wurde vom Wasser mitgerissen, konnte sich aber retten. Der Vater packte die Zwillinge Ryan und Rieligh zusammen mit ihren fünf Jahre und 19 Monate alten Geschwistern. Dann habe die Wucht des Wassers die Zwillinge aus den Armen ihres Schwiegersohns gerissen, berichtet Angie Cason. Helfer fanden die Leichen der Kinder später nicht weit voneinander entfernt.

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Auch Tropensturm "Henri" traf die USA

Um der Familie der toten der Zwillinge zu helfen, hat die Cousine der Mutter eine Spendenseite auf der Plattform "Gofundme" eingerichtet. Bis Montag sind schon fast 50.000 Euro zusammengekommen.

Neben den Überschwemmungen in Tennessee wurden die USA am Wochenende auch von Tropensturm "Henri" an der Nordostküste getroffen. Er verlief trotz heftiger Regenfälle weniger schlimm als befürchtet. (bst)