Drama in Neuenkirchen bei Greifswald: Jäger stirbt nach Wildschwein-Angriff

Ein Wildschwein soll den Jäger aus der Region Vorpommern-Greifswald attackiert haben (Symbolfoto).
© dpa, Bernd Settnik, bse lim fgj

04. Dezember 2017 - 12:27 Uhr

Das Wildschwein ist verschwunden - eine Obduktion muss klären, woran genau der Jäger starb

Tödlicher Jagdunfall im vorpommerschen Neuenkirchen: Ein Jäger wurde von einem vermutlich angeschossenen Wildschwein angegriffen und tödlich verletzt. Der 50-Jährige aus der Region Greifswald hatte an einer sogenannten Drückjagd teilgenommen.

Schwer verletzt stürzt der Jäger ins Wasser und verliert das Bewusstsein

Dabei werden Tiere aufgescheucht und in Richtung der wartenden Jäger getrieben. Anschließend findet die sogenannte Nachsuche statt, bei der nach verwundeten Tieren gesucht wird, um ihnen den Gnadenschuss zu geben.

Bei einer solchen Nachsuche stieß der Jäger auf das wahrscheinlich angeschossene Wildschwein. Der Mann soll laut 'Uckermark-Kurier' auf das Tier geschossen und versucht haben, sich in einem Schilfgürtel in Sicherheit zu bringen. Dort griff der Keiler den Jäger an und verletzte ihn schwer am Oberschenkel. Der Jäger sei gestürzt und für Sekunden mit dem Kopf ins Wasser geraten, außerdem habe er das Bewusstsein verloren. Sämtliche Wiederbelebungsversuche seien vergeblich gewesen.

Eine Obduktion soll jetzt die genaue Todesursache klären. Das Wildschwein, das dem Jäger vermutlich die schweren Verletzungen beigebracht hatte, wurde nicht gefunden, Es ist unklar, ob es überhaupt von einem Schuss getroffen wurde, so ein Polizeisprecher.