Drama in Hochhaus: Mutter fällt mit Kinderwagen in Fahrstuhlschacht - Baby tot

Die kleine Areej hatte keine Chance.
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18. Oktober 2016 - 10:51 Uhr

"Jeder hatte Angst vor diesem Aufzug"

Es muss ein kurzer Moment der Unachtsamkeit gewesen sein, als die 21-jährige Aber mit einem Kinderwagen vor der Aufzugstür im 23. Stock ihres Wohnhauses in New York steht. Plötzlich öffnen sich die Türen - doch der Fahrstuhl ist nicht da. Er steht etwas tiefer im Schacht, sodass erst der Kinderwagen mit Abers erst sechs Wochen altem Baby Areej und dann die Mutter selbst etwa zwei Meter tief auf das Dach der Kabine stürzen. Wenige Augenblicke später stürzt der Fahrstuhl ab.

Fahrstuhl stürzt 8 Stockwerke tief

Erst acht Stockwerke tiefer in der 15. Etage kam die Kabine, an der gerade Wartungsarbeiten durchgeführt werden sollten, zum Stehen, wie die 'New York Daily News' berichten. Ein Techniker hörte die Schreie der Mutter und versuchte sofort, sie zu retten.

Als er den Säugling sah und erkannte, dass er nicht mehr atmete, zog er zunächst die Mutter aus dem Schacht. Anschließend versuchte er, die kleine Areej wiederzubeleben, aber ohne Erfolg. Areejs Mutter kam ins Krankenhaus und hat gute Überlebenschancen.

"Ich kann es kaum glauben", sagte der Großvater des Babys, Salah Ali. "Sie war doch noch so jung, erst einen Monat alt. Das ist meine Enkelin."

Es gab viele Beschwerden wegen des Aufzugs

In diesem Hochhaus im New Yorker Stadtteil Brooklyn spielte sich das Drama ab.
In diesem Hochhaus im New Yorker Stadtteil Brooklyn spielte sich das Drama ab.
© Google Earth

Große Kritik gibt es rund um den Gebäudekomplex in Coney Island, weil in der Vergangenheit schon mehrere Sicherheitsmängel an dem Aufzug angeprangert worden sein sollen. Erst am Tag vor dem Unglück hatten sich mehrere Hausbewohner dem Zeitungsbericht zufolge über den Fahrstuhl beschwert.

"Niemand traut den Aufzügen", sagte Anwohner Harold Noel. "Jeder hat Angst, sie zu benutzen. Es gibt ständig Probleme." Ein Sprecher der Hausverwaltung teilte mit, dass man den Vorfall untersuchen lassen werde.