Er war frei, weil keine Fluchtgefahr bestand

13-Jährige in Dortmund vergewaltigt - Täter missbrauchte erst im Juni ein anderes Mädchen (11)

Themenbild Polizei, Polizei, Streifenwagen, Polizist mit Handschellen, Polizist mit Dienstpistole Baden-Württemberg Deu
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31. Juli 2020 - 10:13 Uhr

Mädchen in Hausflur gelockt und vergewaltigt

Der Kindesvergewaltiger, der eine 13-Jährige in Dortmund missbraucht hat, hat sich wenige Wochen vor dieser Tat an einem anderen Mädchen (11) vergangen – und war auf freiem Fuß, weil er einen festen Wohnsitz hat und keine Fluchtgefahr bestand.

U-Haft wegen "schweren sexuellen Missbrauchs in Tateinheit mit Vergewaltigung"

Die jüngste Tat ereignete sich in der vergangenen Woche in der Dortmunder Nordstadt. Der 23 Jahre alte Mann soll das 13-jährige Mädchen in einen Flur gelockt haben, wo er es missbrauchte und vergewaltigte.

Das Kind vertraute sich seinen Eltern an und konnte einem Bericht der Ruhrnachrichten zufolge den Täter so gut beschreiben, dass die Polizei ihn einen Tag später festnehmen konnte. Er sitzt jetzt wegen schweren sexuellen Missbrauchs in Tateinheit mit Vergewaltigung in Untersuchungshaft.

Anfang Juli wurde er nach der ersten Vergewaltigung freigelassen

Der Mann ist nicht nur wegen Drogendelikten vorbestraft, sondern hat bereits am 20. Juni eine Elfjährige vergewaltigt. Am 3. Juli wurde er aus der U-Haft entlassen. "Der Haftbefehl wurde gegen Meldeauflagen außer Vollzug gesetzt", sagte Staatsanwalt Börge Klepping. Grund seien "fehlende Haftgründe wie Flucht- oder Wiederholungsgefahr" gewesen.

Klepping zufolge sei es nahezu immer eine Ermessensentscheidung, ob ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft bleibe oder freikomme.

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