Corona-Tat macht fassungslos

Weil 3G-Nachweis fehlte: Mann droht, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Dormagen anzuzünden

© deutsche presse agentur

14. Januar 2022 - 19:29 Uhr

Es ist eine Tat, die fassungslos macht. Nach der Aufforderung, die Stadtverwaltung in Dormagen bei Köln wegen eines fehlenden 3G-Nachweises zu verlassen, hat ein 28-jähriger Asylbewerber drei in dem Amt Beschäftigte und sich selbst mit Benzin bespritzt. Anschließend habe er ein Feuerzeug hervorgeholt und es drohend in Richtung der Mitarbeiterinnen gehalten, teilte die Polizei in Neuss am Freitag mit.

28-Jähriger dreht wegen fehlenden 3G-Nachweisen durch

Weitere Angestellte der Stadtverwaltung Dormagen sollen den Mann am Donnerstag überwältigt und ihn bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten haben. Die drei Frauen erlitten der Polizei zufolge leichte Augen- und Atemwegsreizungen. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann zuvor einen Brief bei der Verwaltung abgegeben, in dem er ein Einzelzimmer forderte.

Anschließend sei er aufgefordert worden, das Gebäude zu verlassen, worauf er eine Plastikflasche mit dem Benzin hervorgeholt habe. Insgesamt habe er etwa einen Liter Benzin in dem Büro verteilt. Der 28-Jährige wurde von der Polizei in eine Psychiatrie gebracht. Ihm wurde wegen des Verdachts auf Drogenkonsum eine Blutprobe entnommen. (dpa / cch)