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Dorf-Plagiat: China kopiert österreichisches Hallstatt

Das gemütliche Hallstatt soll es bald auch in China geben.
Das gemütliche Hallstatt soll es bald auch als Kopie in China geben. © dpa, Barbara Gindl

Chinesisches Hallstatt fast fertig

"Dürfen die das denn so einfach?" Diese Frage stellen sich zurzeit die Bewohner der 800-Seelen-Gemeinde Hallstatt in Oberösterreich, denn: Das Dorf soll originalgetreu nachgebaut werden - und zwar in China. Ein asiatisches Unternehmen ist offenbar dabei, in der südchinesischen Provinz Guangdong eine Kopie des Orts zu errichten.

Marktplatz, See, Kirche - asiatische Architekten hätten in den vergangenen Monaten die von der UNESCO als Welterbe geschützte Gemeinde heimlich genau unter die Lupe genommen, sagte Bürgermeister Alexander Scheutz: "Die Bevölkerung ist nicht sehr amüsiert, dass das hinter ihrem Rücken passiert ist."

Bürgermeister schaltet die UNESCO ein

Und auch Scheutz ist nicht begeistert: Per Zufall hatte er im Mai von dem Vorhaben erfahren. Dann habe sich das für den Bau verantwortliche Immobilienunternehmen gemeldet und eine Städtepartnerschaft der beiden Hallstatts und einen Informationsbesuch angeboten. Vor einigen Tagen erfuhr Scheutz dann durch eine "Indiskretion", dass das asiatische Hallstatt schon so gut wie vor der Fertigstellung steht. Zwar biete das auch touristische Chancen: "Aber diese Vorgehensweise gefällt uns überhaupt nicht", ärgert sich der Bürgermeister. Er habe die UNESCO und das Land eingeschaltet.

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