Doppelausstellung zu Emil Nolde in Hamburg

14. Oktober 2021 - 12:10 Uhr

Hamburg (dpa) - Nolde im Doppelpack: Gleich zwei Ausstellungen widmen sich in Hamburg dem norddeutschen Expressionisten Emil Nolde (1867-1956). Die Schau "Nolde und der Norden" im Bucerius Kunst Forum beleuchtet die weitgehend unerforschten Arbeiten des Künstlers, die in seiner Zeit in Dänemark von 1900 bis 1902 entstanden sind. "Die Schau deckt Motive und stilistische Elemente auf, die in den darauffolgenden Jahren charakteristisch für Nolde wurden", hieß es. Erstmals werde der Einfluss der dänischen Künstlerinnen und Künstler auf Noldes Schaffen systematisch aufgezeigt. Rund 80 Werke Noldes stehen 25 Gemälden dänischer Künstlerinnen und Künstler gegenüber.

Parallel zeigt die Hamburger Kunsthalle bis zum 18. April eine Ausstellung zu Noldes Maltechnik. Die Schau "Meistens grundiere ich mit Kreide..." präsentiere Ergebnisse eines Forschungsprojekts in Hamburg, Seebüll und München, teilte die Kunsthalle mit. 44 Gemälde Noldes wurden von Restauratoren, Naturwissenschaftlern und Kunsthistorikern im Hinblick auf Arbeitsweisen und Materialien systematisch erforscht. Den Projektabschluss bilden nun drei Einzelausstellungen in Hamburg, Seebüll und München. Die Kunsthalle zeigt die wichtigsten Ergebnisse anhand der elf Nolde-Gemälde aus dem Bestand des Hauses sowie zwei weiterer Leihgaben.

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Quelle: DPA