Donezk: Zivilisten durch Granateneinschlag getötet

22. Januar 2015 - 18:36 Uhr

Separatisten berichten von Geschosseinschlag an Haltestelle

In der ostukrainischen Stadt Donezk sind beim Einschlag einer Granate an einer Haltestelle zahlreiche Zivilisten getötet worden. Ärzten in Donezk zufolge starben 13 Menschen und etwa 20 weitere wurden verletzt. Separatisten machten die Armee für den Beschuss verantwortlich. Das Geschoss traf einen Bus und ein Auto.

Die Führung in Kiew hat die Separatisten für den Tod von Zivilisten verantwortlich gemacht. "Durch solche terroristischen Attacken sterben friedliche Ukrainer. Russland muss die Terroristen stoppen", schrieb Außenminister Pawel Klimkin bei Twitter.

Zunächst war von 13 Toten die Rede gewesen. "Das Feuern auf zivile Ziele und der Tod friedlicher Bürger erschweren die Gespräche mit der Regierung in Kiew", sagte Separatistenführer Denis Puschilin. In Berlin hätten erst am Vorabend die Außenminister von Deutschland, Russland, der Ukraine und Frankreich den Abzug schwerer Waffen aus der Krisenzone vereinbart, sagte Puschilin. "Einerseits sollen wir in Verhandlungen eintreten, andererseits unternimmt die Führung in Kiew alles, damit der Friedensprozess abbricht", meinte er.

Bei heftigen Gefechten am zerstörten Flughafen von Donezk starben unterdessen den Konfliktparteien zufolge mindestens acht Aufständische und sechs Armeesoldaten. Etwa 16 Militär-Angehörige seien zudem verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Aufseiten der Aufständischen seien bei den Kämpfen an dem strategisch wichtigen Airport ebenfalls rund 16 Menschen verletzt worden, sagte Separatistensprecher Eduard Bassurin.