Anklage wegen Epstein-Kindesmissbrauch

Trump wünscht Ghislaine Maxwell "alles Gute"

Epstein-Skandal - Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
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22. Juli 2020 - 9:48 Uhr

„Ich wünsche ihr alles Gute, was auch immer es ist"

Der Sexskandal um missbrauchte Kinder und den schwerreichen Pädophilen Jeffrey Epstein ist einer der größten Kriminalfälle der jüngeren Vergangenheit in den USA und schlug international hohe Wellen. Eine Schlüsselrolle in der Angelegenheit spielt vermutlich Epsteins Ex, Ghislaine Maxwell. Sie sitzt in Haft und ist angeklagt. Und eine Bekannte von Donald Trump. Der steht ihr jetzt demonstrativ zur Seite: "Ich wünsche ihr alles Gute, was auch immer es ist", sagte der US-Präsident bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Trump hat Ghislaine Maxwell oft getroffen

 United States President Donald J. Trump holds a press conference in the Rose Garden at the White House in Washington, DC on Tuesday, July 14, 2020. PUBLICATIONxNOTxINxUSA Copyright: xTasosxKatopodisx/xPoolxviaxCNPx/MediaPunchx
US-Präsident Donald Trump
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Er habe Maxwell "im Laufe der Jahre viele Male" getroffen, insbesondere seit er in Palm Beach in Florida gelebt habe, sagte der Präsident weiter.

Die 58-jährige Maxwell wurde Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen. Sie soll bei den Sexualverbrechen Epsteins eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Der pädophile Unternehmer hatte sich im vergangenen Jahr im Gefängnis das Leben genommen.

Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. Auf die Anklagepunkte stehen jeweils Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren Gefängnis.

Trump will Epstein-Sexskandal nicht wirklich verfolgt haben

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Trump war bei der Pressekonferenz gefragt worden, ob er erwarte, dass Maxwell über "mächtige Männer" auspacken werde, die in den Skandal verwickelt sein sollen. Trump sagte, er habe den Fall nicht wirklich verfolgt.

Er wisse auch nichts über die Situation des britischen Prinzen Andrew, der jahrelang mit Maxwell und Epstein bekannt war. Der 60-jährige Royal streitet ab, in den Fall verwickelt zu sein.