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Donald Trump will Abrüstungsvertrag mit Russland kündigen

Trump und Putin
US-Präsident Donald Trump (l.) und der russische Präsident Wladimir Putin. © deutsche presse agentur

Droht neues Wettrüsten?

Die US-Regierung will aus einem wichtigen Abrüstungsvertrag mit Russland aussteigen. Man werde den INF-Vertrag aufkündigen, sagte Trump. Er warf Moskau vor, gegen das Abkommen verstoßen zu haben. Russland kritisierte die Ankündigung scharf.  

Russland: Donald Trump träumt von "unipolarer Welt"

Der INF-Vertrag ist eine Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und der damaligen Sowjetunion aus dem Jahr 1987. Er verbietet beiden unter anderem den Bau und den Besitz landgestützter, atomar bewaffneter Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometern. Trump sagte, seine Regierung werde solche Waffen bauen, sollten Russland und China einem neuen Abkommen dazu nicht zustimmen.

Aus dem russischen Außenministerium verlautete, Washington habe schon lange an der Zerschlagung des Vertrags gearbeitet. "Und das absichtlich und Schritt für Schritt", zitierte die Agentur Interfax eine namentlich nicht genannte Quelle im Außenamt in Moskau. Die USA versuchten, Verpflichtungen und Partnerschaften aufzugeben. "Das Hauptmotiv ist der Traum (der USA) von einer unipolaren Welt", wurde die Quelle zitiert.

Die Bundesregierung zeigte sich entsetzt über die Ankündigung. Es sei eine "verheerende Entscheidung von Präsident Trump, den INF-Vertrag aufzugeben", schrieb der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen (SPD). "Wir werden weiter für nukleare Abrüstung arbeiten." Auch Russland sei gefordert, sich an seine Verpflichtungen zu halten. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte, Trumps Pläne seien "bedauerlich."

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