Donald Trump verteidigt seine Intelligenz und nennt sich "genial"

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6. Januar 2018 - 17:13 Uhr

US-Präsident Donald Trump reagiert empört auf Enthüllungsbuch

Wo hätte US-Präsident Donald Trump seinem Ärger über das Enthüllungsbuch 'Fire and Fury' von Autor Michael Wolff (64) besser Luft machen können als auf Twitter? In einer Reihe von Tweets empört sich Trump vor allem über die Teile des Buches, welche ihm die "geistigen Kapazitäten" für das Präsidentenamt absprechen. Trump bezeichnet sich als "sehr intelligent" und lobt die eigene Genialität. 'Fire and Fury' ist in den USA an vielen Orten bereits ausverkauft, selbst bei Amazon kommt es zu Lieferengpässen und Wartzeiten von mehreren Wochen.

Donald Trump: "Psychisch stabil und genial"

Die Enthüllungen des Autors Michael Wolff schlagen in den USA wie eine Bombe ein. Es herrscht regelrechtes Entsetzten über die Absurditäten, die in seinem Buch 'Fire and Fury' geschildert werden. Donald Trump habe eigentlich nie Präsident werden wollen, und jetzt, da er im Amt ist, vestöre er sein Umfeld mit einem kaum zu übertreffenden Grad an Inkompetenz. Da er die Veröffentlichung des Buches nicht verhindern konnte, will der US-Präsident nun diesen Anschuldigungen wenigstens offensiv entgegentreten. In einer Reihe von Tweets greift Donald Trump sein Feindbild Medien an und erklärt - wie vieles zuvor - die Infos von Wolff zu "fake news". Dann geht er zum Gegenangriff über und verkündet, dass psychische Stabiltät und Intelligenz seit jeher seine stärksten Eigenschaften sind: "Ich wurde von einem sehr erfolgreichen Geschäftsmann zu einem Top-TV-Star und zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika (beim ersten Versuch). Ich denke, das qualifiziert mich nicht nur als clever, sondern als genial... und zwar als sehr beständiges Genie!"

Selbst für Donald Trump, dessen Ausbrüche auf Twitter mittlerweile berühmt-berüchtigt sind, wirkt die Reaktion außergewöhnlich. Seit Beginnn seiner Amtszeit steht Trumps "mentale Leistungsfähigkeit" auf dem Prüfstand, demokratische Kongressabgeordnete forderten gar eine psychologische Untersuchung. In 'Fire and Fury' beschreibt Michael Wolff unter anderem Trumps fehlendes Interesse an komplexen Sachverhalten sowie seinen Mangel an Empathie. Darüber hätten sich sogar viele ehemalige Verbündete von ihm abgewendet, US-Medienmogul Rupert Murdoch hat den Präsidenten laut Wolff einen "Idioten" genannt. Eine Gruppe von Psychiatern sorgte bereits im letzten Jahr mit einem Gutachten für Aufsehen, in dem sie die Absetzung Donald Trumps forderte.