Nicht die feine englische Art

Briten begrüßen Donald Trump mit Riesen-Penis am Flughafen

Trump mit Riesen-Penis begrüßt.
© Twitter/Born_eco

04. Dezember 2019 - 17:27 Uhr

"Wenn sie nach rechts blicken Mr. President, dann sehen Sie einen ähm..."

US-Präsident Donald Trump startete am Montag mit seiner Ehefrau Melania einen dreitägigen Staatsbesuch in Großbritannien. Zur Begrüßung hat sich ein englischer Kunststudent etwas ganz Besonderes ausgedacht: Ganz in der Nähe des Londoner Flughafens Stansted hat er mit anderen Aktivisten einen aus der Luft unübersehbaren riesigen Penis mit den Worten "oi Trump" ins Feld gemäht. 

"Klimawandel ist real"

Ein wenig weiter haben die Studenten auch einen Eisbären in das Feld gemäht.
Ein wenig weiter haben die Studenten auch einen Eisbären in das Feld gemäht.
© Twitter/Born_eco

Wie willkommen US-Präsident Donald Trump in London wirklich ist, konnte der mächtigste Mann der Welt wohl bei der Landung seiner Air Force One am Flughafen Stansted sehen. Ganz in der Nähe des Londoner Airports sind von oben deutlich die Umrisse eine Penis und die Worte "oi Trump" zu erkennen. Etwas weiter sind ein Eisbär und die Aufschrift "Climate change ist real" ("Klimawandel ist real") ins Gras gemäht.

Dabei handelt es sich laut "The Sun" um die Arbeit des Kunststudenten Ollie Nancarrow. "Donald Trump und seine Ablehnung des Klimawandels sind nicht willkommen", zitiert ihn die Zeitung, "ich möchte, dass er sich dessen bewusst ist."

Trump hatte sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch zu Klimaschutzmaßnahmen geäußert.

Umstrittener Besuch der Trumps in London

01.06.2019, Großbritannien, Stansted: Donald Trump, Präsident der USA, und seine Frau Melania Trump, First Lady der USA, werden mit militärischen Ehren am Flughafen Stansted empfangen. Der US-Präsident Trump und seine Frau treffen zu einem dreitägige
US-Präsident Donald Trump und Melania sind am Montag in London gelandet.
© dpa, Alex Brandon, nwi

Seit Tages ist die Stimmung in Großbritannien wegen des Besuchs von Donald Trump aufgeheizt. Vor allem nachdem der US-Präsident in zwei Interviews klargemacht hat, dass er einen harten Brexit ohne Vertrag befürwortet und im Rennen um Theresa Mays Nachfolge als Premierminister Boris Johnson unterstützt. Das machte er auch am Montag vor seinem Abflug in Washington deutlich und stellte ein Treffen mit dem umstrittenen Brexit-Hardliner in Aussicht. "Wir sind befreundet", sagte Trump. 

Trump gegen Meghan

Dagegen beschimpfte er noch kurz vor seiner Landung in Stansted erneut den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan. Er würde einen "schrecklichen Job" machen, schrieb er unter anderem auf Twitter. Die beiden Politiker liefern sich seit Tagen öffentliche Scharmützel. Khan warf Trump "bösartige Methoden" vor, die an faschistische Propaganda erinnern würden.

Außerdem gab es zuvor Misstöne mit dem Königshaus. Kurz vor seiner Abreise bestritt Trump bei Twitter, dass er Herzogin Meghan als "fies" bezeichnet habe. Das jedoch belegt ein Interviewmitschnitt der Boulevardzeitung "Sun". Meghan Markle - damals noch Schauspielerin in den USA - hatte Trump vor dessen Wahl zum Präsidenten als "Frauenhasser" und "Spalter" beschimpft. Beide werden sich bei dem Staatsbesuch aber nicht begegnet.

250.000 Demonstranten in London erwartet

ARCHIV - 13.07.2018, Großbritannien, London: Ein Ballon, der den US-Präsidenten Trump als Baby darstellt, fliegt über dem Parliament Square, bei Protesten gegen den B0esuch von Trump in Großbritannien. Im vergangenen Juli war Trump bereits zu einem A
Die Demonstranten wollen ein Riesen-Baby in die Luft steigen lassen.
© dpa, Kirsty O'connor, fpt wst

Die Trumps erwartet in London ab Montag ein voller Terminkalender. Der Präsident und die First Lady werden zunächst mit viel Pomp im Buckingham-Palast empfangen und dort unter anderem mit der Queen zu Mittag essen. Geplant sind auch ein Besuch der Westminster Abbey in London und ein Treffen mit Prinz Charles. Für den Abend ist ein Staatsbankett im Buckingham-Palast angesetzt.

Die traditionelle Kutschfahrt über die Prachtstraße "The Mall" wurde jedoch, vermutlich aus Furcht vor Protesten, gestrichen. Nicht ganz unbegründet: Britischen Medienberichten zufolge werden am Dienstag bis zu 250.000 Demonstranten erwartet. Auch ein Protestballon in Form eines Trump-Babys in Windeln soll am Himmel über dem Parliament Square aufsteigen.

mo