Donald Trump schimpft über protestierende Sportler: "Nehmt den Hurensohn vom Feld. Er ist gefeuert"

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23. September 2017 - 11:49 Uhr

Teambesitzer sollen protestierende Spieler entlassen

Aus Protest gegen Rassismus protestieren einige Football-Spieler bei der US-Hymne indem sie knien. US-Präsident Donald Trump hat die Teambesitzer der NFL nun aufgefordert, diese Spieler zu entlassen. Dabei vergriff er sich kräftig im Ton.

Donald Trump: "Totale Respektlosigkeit gegenüber unserer Tradition"

"Es ist eine totale Respektlosigkeit gegenüber unserer Tradition. Es ist eine totale Respektlosigkeit gegenüber allem, für das wir stehen", sagte Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama für den dortigen republikanischen Senator Luther Strange.

"Würdet ihr es nicht liebend gerne sehen, dass ein NFL-Teambesitzer sagen würde, 'Nehmt den Hurensohn vom Feld. Weg damit! Er ist gefeuert', wenn jemand die Flagge nicht respektiert?'", polterte Donald Trump unter lautem Applaus. Zudem solle derjenige, der den Mut habe dies zu tun, für eine Woche die "beliebteste Person im ganzen Land sein". Außerdem forderte Trump die Zuschauer auf, die Spiele aus Protest zu verlassen. Dann höre der Protest sofort auf, das garantiere er.

Colin Kaepernick ist Initiator der Protestbewegung

Colin Kaepernick
Star-Quarterback Colin Kaepernick (mitte) ist der Initiator der Protestbewegung und momentan ohne Verein - laut Donald Trump ist er der Grund für die Arbeitslosigkeit von Kaepernick.
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Einige Sportler verweigern es seit gut einem Jahr, während der bei fast jeder Sportveranstaltung gespielten Nationalhymne zu stehen. Grund dafür ist, die nach ihrer Meinung ungerechte Behandlung von Minderheiten im Land - insbesondere die Polizeigewalt gegenüber schwarzen US-Bürgern.

Initiator der Protestbewegung ist Colin Kaepernick, ehemaliger Quarterback der San Francisco 49ers. Es ist nicht das erste Mal, das Donald Trump seine Meinung zur Protestbewegung in der NFL öffentlich kundtat. Bereits zuvor erklärte der 71-Jährige, er sei der Grund, warum Kaepernick im Moment arbeitslos sei.