Verheerende Zustände in Flüchtlingslagern an US-Grenze zu Mexiko

Trump verspottet Flüchtlinge: „Sagt ihnen einfach, dass sie nicht kommen sollen. Alle Probleme gelöst“

5. Juli 2019 - 11:30 Uhr

Donald Trump: „Viele dieser illegalen Ausländer leben jetzt viel besser als dort, wo sie herkamen“

US-Präsident Donald Trump reagiert auf Kritik seiner eigenen Landesbehörde zur Situation in US-Flüchtlingslagern wenig einfühlsam: "Viele dieser illegalen Ausländer leben jetzt viel besser als dort, wo sie herkamen, und unter viel sichereren Bedingungen", twitterte er. Sollten die Migranten unglücklich über die Zustände in den Lagern an der Grenze zu Mexiko sein, "sagt ihnen einfach, dass sie nicht kommen sollen. Alle Probleme gelöst!"

Interne Aufsichtsbehörde rügt schlimme Zustände

Zuvor hatte die interne Aufsichtsbehörde des US-Heimatschutzministeriums ein verheerendes Bild von Lagern gezeichnet, in denen Migranten nach dem illegalen Grenzübertritt aus Mexiko in die USA festgehalten werden.

Nach der Inspektion von fünf solchen Einrichtungen der Grenzpolizei CBP im Rio Grande Valley warnte das Büro des Generalinspekteurs (OIG), die Lager seien gefährlich überfüllt.

Ein Mitarbeiter sprach von einer "tickenden Zeitbombe." Manche Menschen hätten einen Monat lang nicht duschen können, Kinder hätten nur Sandwiches statt warmer Mahlzeiten bekommen. Außerdem seien teilweise derart viele Menschen in Zellen gewesen, dass sie dort nur stehen konnten.